Generationenwechsel bei den Grünen

Vorstand des Ortsverbands Achim verjüngt sich mit Dennis Reimers und Saskia Zwilling

Lenken seit Kurzem die Geschicke des Grünen-Ortsverbands: Der Vorsitzende Dennis Reimers und seine Stellvertreterin Saskia Zwilling.
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Lenken seit Kurzem die Geschicke des Grünen-Ortsverbands: Der Vorsitzende Dennis Reimers und seine Stellvertreterin Saskia Zwilling.

Achim – Eine Zeitenwende will der Ortsverband der Achimer Grünen einläuten und dies mit einem neuen Vorstand umsetzen. Der 39-jährige Dennis Reimers aus Etelsen folgt auf den langjährigen Vorsitzenden Peter Bartram, der aus Altersgründen nicht wieder für den Posten kandidierte. Neue zweite Vorsitzende ist die 21 Jahre alte Saskia Zwilling aus Baden.

Unterstützt wird das Duo von der neuen Kassenwartin Susanne Precht. Die Kandidaten hatten sich in einer Online-Mitgliederversammlung vorgestellt, die Wahl erfolgte per Brief.

Dennis Reimers trat vor zwei Jahren in die Partei ein. Weil es an seinem Wohnort keinen Zusammenschluss der Grünen gibt, entschied er sich, in den Achimer Ortsverband einzutreten. Dort kümmerte er sich in erster Linie um die Öffentlichkeitsarbeit. Dem Geschäftsleiter und Rechtspfleger des Arbeitsgerichts Verden ist in seiner neuen Position besonders die Vernetzung der Ortsverbände auf Kreisebene wichtig, sagt er. Den Bürgern die Kommunalpolitik näherzubringen, steht ebenfalls auf seinem Plan. „Politik ist etwas sehr Lebhaftes, aber das Kommunale fällt manchmal einfach unter den Tisch.“ Aus diesem Grund wollen er und seine Stellvertreterin die Politik zugänglicher machen. „Zurzeit arbeiten wir an Social-Media-Kanälen“, sagt die 21-Jährige. Die Badenerin, die Biochemie an der Jacobs-Universität in Bremen studiert, hat vor allem ihre Altersgruppe im Blick. „Ich habe mir zum Ziel gesetzt, der Jugend in Achim eine Stimme zu geben, denn in der Politik sollten alle Generationen ein Mitspracherecht haben.“ Im Stadtrat sei die jüngere Generation unterbesetzt. Deshalb will sie im September auch für den Einzug in das Gremium kandidieren, sagt die Studentin, die erst in diesem Jahr zu den Grünen gehört.

Aber nicht nur die Zukunft der nachfolgenden Generationen, auch Themenfelder wie die soziale Gerechtigkeit, der Klimawandel und die Auswirkungen der noch andauernden Pandemie bräuchten andere Ansätze und erforderten, das politische Arbeit völlig neu gedacht werden müsse, sagt das Duo. Ein besonderes Anliegen ist es ihnen, die Bürgernähe und Offenheit der Partei weiterzuführen und eine bürgerfreundliche und zukunftsorientierte Politik für Achim zu gestalten.

Im Fokus stehen dabei auch Transparenz und Bürgerbeteiligung, so wie der Blick über den Tellerrand in die Nachbargemeinden. „Die besonderen Herausforderungen der kommenden Jahre können nur gemeinschaftlich bewältigt werden“, ist Reimers überzeugt und kündigt an, dass er und seine Stellvertreterin in den kommenden Wochen viel Kraft in die „unentbehrliche enge Vernetzung über die Stadtgrenzen hinaus“ investieren wollen.

Das alles will das Duo gemeinsam in Angriff nehmen. „Einer allein schafft das nicht, wir wollen als Team auf Augenhöhe arbeiten“, sind sich der Vorsitzende und seine Stellvertreterin einig.

Wichtig für das künftige Handeln sei außerdem, dass Themen und nicht einzelne Personen die Arbeit des Ortsverbandes bestimmten. Ziel ist es Reimers zufolge, praxisorientierte regionale Lösungen zu erarbeiten, anstatt Ideologien oder einem starren Programm zu folgen. „Politik ist lebendig und wird schließlich für die Bürgerinnen und Bürger und nicht für Parteien gemacht“, sagt er. Er habe schnell gemerkt, dass der Altersdurchschnitt im Stadtrat „jenseits der Rentengrenze“ liege. „Zudem wird ein Großteil der Politik für das Jetzt gemacht und nicht für die Zukunft.“ Das wolle der Ortsverein ändern, indem er für die Kommunalwahl am 12. September die „richtigen Kandidaten“ aufstelle. Nachwuchssorgen hat der Ortsverband dem Duo zufolge nicht. „Wir sind in Achim auf Wachstumskurs.“ Er selber habe Ambitionen, in den Kreistag einzuziehen. Eine Kandidatur für den Stadtrat sei nicht möglich, weil er nicht in Achim wohne, erläutert Reimers.

Für die Bürgermeisterwahl hätten die Grünen bewusst keinen eigenen Kandidaten ins Rennen geschickt. „Wir befinden uns im Gernerationenwechsel und haben unseren Fokus außerdem darauf gelegt, wer uns in Berlin vertreten kann“, sagt Reimers. Die Wahl ist, wie berichtet, auf Lena Gumnior gefallen. Ob der Ortsverband einen parteilosen Bürgermeisterkandidaten oder eine -kandidatin einer anderen Partei unterstützen wird, werde noch diskutiert.

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