Ergreifende Feier am World Wide Candle Lighting

Gemeinsames Gedenken und Grüße an die Sternenkinder

Kerstin Flato und Stefanie Gebers von der Achimer Selbsthilfegruppe sowie Gastrednerein Anka Thomas (von links) mit Sternenballons, die mit Grüßen und Wünschen in den Himmel stiegen. - Foto: Schmidt

Achim - Vor zwei Jahren gründeten Stefanie Gebers und Kerstin Flato die Selbsthilfegruppe „Sterneneltern Achim“. Als betroffene Mütter möchten sie bei regelmäßigen Treffen mit Eltern von frühverstorbenen Kindern gemeinsam Schmerz und Trauer bewältigen.

Für Sonntagabend hatten sie am Tag der Sternenkinder, dem World Wide Candle Lighting, zum Gedenken an die verstorbenen Kleinen ins Bürgerzentrum eingeladen.

Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder, die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder, werden oft liebevoll von ihren Eltern so genannt. Nicht zu vergessen sind auch diejenigen Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten. Jährlich, an jedem zweiten Sonntag im Dezember, findet der Weltgedenktag für verstorbene Kinder statt –– und nun zum ersten Mal auch in Achim.

Nach herzlicher Begrüßung zu einer sehr emotionalen Gedenkveranstaltung fand Trauerbegleiterin Anja Thorns passende Worte. Im Anschluss ließen Eltern und Geschwister gemeinsam Sternenluftballons mit Grüßen und Wünschen für die Kinder steigen. Und dann wurden Kerzen als Zeichen dafür entzündet, dass die verstorbenen Kinder weiter in den Herzen der Menschen leuchten. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen für all jene, die daran teilnehmen wollten.

„Frühverstorbene Kinder finden auch heute nur schwer einen Platz in unserer Gesellschaft und in den betroffenen Familien“, erklärt Trauerbegleiterin Anja Thorns. Sternenkinder sind vielfach ein Tabuthema, aber das ist vollkommen falsch, sagen Stefanie Gebers und Kerstin Flato: „Wir müssen über den Schmerz reden, denn nur so können wir die Trauer bewältigen.“ Der Bedarf ist groß: Zur Gedenkveranstaltung hatten sich sieben Paare angemeldet, weitere kamen hinzu.

Die beiden Initiatorinnen haben sich bei einem Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt und müssen beide diesen schweren Schicksalsschlag verarbeiten. Die Gewissheit, damit nicht alleine zu sein, gab ihnen die Kraft, eine Selbsthilfegruppe zu gründen und damit betroffenen Sterneneltern zu helfen.

An jedem ersten Montag im geraden Monat trifft sich die Gruppe um 19.30 Uhr im Bürgerzentrum Magdeburgerstraße 11. Willkommen sind dazu alle Menschen, die das Thema berührt – Eltern genauso wie Verwandte, Nachbarn oder Freunde, denn auch sie wissen oft nicht, wie sie angemessen mit der Situation umgehen können.

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