Schulleiterin berichtet

„Gelungener Start“ an IGS Achim

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Leiterin Kerstin Albes-Bielenberg freut sich darüber, wie es an der IGS Achim läuft.

Achim - „Meine Erwartungen sind übertroffen worden“, sagt Kerstin Albes-Bielenberg, Leiterin der Integrierten Gesamtschule (IGS) Achim. „Der Start unter schwierigen Bedingungen“ sei gelungen, erinnerte sie an den jahrelangen Streit um die neue Schulform vor Ort. Kinder, Lehrer und Eltern fühlten sich wohl, zieht Albes-Bielenberg nach einem halben Jahr Bilanz.

Die 125 Mädchen und Jungen aus den fünf fünften Klassen, mit denen im August in Räumen der Liesel-Anspacher-Schule an der Waldenburger Straße der IGS-Betrieb aufgenommen wurde, hätten sich „gut eingelebt“. Das belegten auch die „Schülerbriefe“, die alle Kinder nach den zum Halbjahreswechsel erhaltenen Lernentwicklungsberichten, die es bis zum Ende des siebten Jahrgangs an der IGS anstelle von Zeugnisnoten gibt, an ihre Lehrertandems geschrieben haben. „Ich komme hier gut voran“, „die Lehrer kümmern sich sehr um uns“, „ich habe hier auch Zeit, mit Freunden zu spielen“, zählte Albes-Bielenberg einige Reaktionen auf. Diese Art der Kommunikation, merkt sie an, diene nicht zuletzt dazu, „um eigene Stärken und Schwächen besser reflektieren zu können“.

Heike Jeske, bisher an der IGS in Osterholz-Scharmbeck tätig, ist die neue didaktische Leiterin.

80 Prozent der Schülerinnen und Schüler besuchten freiwillig die Arbeitsgemeinschaften. Neben dem Regelunterricht gibt es zum Beispiel eine Forscher-AG und weitere Angebote in den Bereichen Musik, Theater, Sport oder Kochen.

Bei dem bisher an zwei Tagen pro Woche für die Kinder verpflichtenden Ganztagsbetrieb bekämen Bedürftige vor allem Rechtschreibtraining geboten. Vom kommenden Schuljahr an soll es drei „lange Tage“ geben, um auch „Neigungsgruppen“ in Englisch, Kunst und Naturwissenschaften einrichten zu können. „Die Heterogenität unserer Schülerinnen und Schüler, zu denen ja auch Flüchtlingskinder zählen, erfordert mehr Angebote des Förderns und Forderns“, erläutert Albes-Bielenberg.

Mit zur Ganztagsschule gehört auch der gemeinsame Besuch der Mensa. Mit den von einer Firma aus dem Kreis Rotenburg angelieferten und in der Küche aufgewärmten Menüs seien nicht alle der „sich hier sehr gut einbringenden“ Eltern einverstanden, räumt die Schulleiterin ein. „Für die wachsende IGS benötigen wir eine deutlich größere Mensa und möglichst eine, in der das Essen frisch gekocht wird“, sagt Albes-Bielenberg.

„Aber es wird eng werden“

Wenn im Sommer der neue fünfte Jahrgang eingeschult wird und die heutigen Fünftklässler in die sechste Klasse wechseln, wird sich die Zahl der Schüler an der IGS Achim auf etwa 250 verdoppeln. Dafür reichten die Räume der Liesel-Anspacher-Schule, in der ja dann auch immerhin noch vier Hauptschul-Jahrgänge beschult werden, gerade noch aus, informiert Albes-Bielenberg. „Aber es wird eng werden.“

Mit Beginn des Schuljahrs 2019/20 müsse erstmals ein IGS-Jahrgang in der benachbarten Realschule untergebracht werden. Wofür die Stadt allerdings vom Gesetzgeber für die neue Schulform vorgeschriebene behindertengerechte Umbauten noch in Angriff nehmen muss.

Bis dahin baue sie auf den Zusammenhalt in der noch jungen IGS Achim, die den Kindern die Chance biete, sich in Ruhe zu entwickeln, betont Kerstin Albes-Bielenberg. Im wöchentlichen Forum werde allen Schülern und den „sehr, sehr engagierten und motivierten Lehrkräften“ Raum geboten, um Projekte vorzustellen, aber auch für Ehrungen und Rituale. „Diese Gewohnheit stärkt die Schulgemeinschaft und schult, sich vor vielen Menschen zu präsentieren.“ 

mm

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