Unerwartet Unterstützung von einer Großfamilie

Achimer Sterneneltern: Geldsegen durch die Brunkenhövers

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Ute Barth-Hajen (rechts) überreicht den Sterneneltern die Spende. Stellvertretend hält sie einen Fotoband vom vergangenen Familientreffen in Gehrden in Händen. Von links: Stefanie Gebers, Jenni Wilman, Gesundheits- und Kinderkrankenschwester der Entbindungsstation Krankenhaus Verden, und Verena Vellmer sind begeistert von der privaten Spendeninitiative.

Achim - Blut ist bekanntlich dicker als Wasser. So oder ähnlich wird sich Ute Barth-Hajen das überlegt haben, bevor sie an ihren Famlienclan mit einer wohltätigen Idee herantrat. Nun schritten die Brunkenhövers zur Tat und überreichten einen Umschlag mit Inhalt an die Achimer Sterneneltern.

Einmal im Jahr, stets am letzten Augustsamstag, versammeln sich die Brunkenhövers zum großen „Verwandtschafts-Treffen“ an wechselnden Orten im Bundesgebiet. „Zu dieser jährlichen Zusammenkunft kommen regelmäßig 35 bis 50 Familienmitglieder“, erklärt die Achimerin Ute Barth-Hajen. Oberhaupt und „Älteste“ der weitverzweigten Familie ist derzeit Gerda Brunkenhöver, geborene Barth. 

Im vergangenen Jahr kam der Wunsch auf, die wiederkehrenden Treffen mit einem guten Zweck zu verbinden. So eröffnete Ute Barth-Hajen kurzerhand ein Konto, auf das jedes Familienmitglied nach Belieben Geldbeträge einzahlen kann. Das Ziel: eine Spenden-Ausschüttung jeweils zum Jahresende. Auf diese Weise kam bis zum Jahresende 2017 eine Summe von 700 Euro zusammen.

„Als Initiatorin habe ich gewünscht, dass ich über den ersten Spendenempfänger entscheiden möchte“, erklärt Ute Barth-Hajen. Und weil sie der Einsatz der Achimer Sterneneltern sehr beeindruckt und sie insbesondere diese ehrenamtliche Arbeit als äußerst wichtig empfindet, fiel ihr die Wahl nicht schwer. So folgte am späten Montagnachmittag die Übergabe.

Ein großes Glück

„Für uns ist dieser Geldsegen ein großes Glück“, freut sich Stefanie Gebers. Das Geld wird die Mitbegründerin mit ihren Unterstützern für Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit, Gedenktage oder Messepräsentation wie zum Beispiel bei der anstehenden Achimer Fachausstellung einsetzen. 

Die Trauer werde Eltern früh verstorbener Kinder immer noch zu selten zugestanden, betont Sprecherin Verena Vellmer, und deshalb seien Selbsthilfegruppen so wichtig. „Wenn man nicht über Erlebnisse rede, holt einen das Thema immer wieder ein.“ - sch

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