Kunstverein Achim präsentiert seine Kunstschule

Gelbe Raupe mit fünf Köpfen wälzt sich über Achimer Wochenmarkt

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Die gelbe Raupe robbte sich wie ein freundliches Monster über den Wochenmarkt.

Achim - Was ist gelb, riesig groß und hat fünf Köpfe? Die „Raupe Nimmersatt“ mit den Ausmaßen eines Pferdegespanns. So einem Monster begegneten jetzt Besucher des Achimer Wochenmarktes – aber es sah nicht wirklich zum Fürchten aus.

Im Gegenteil. Oben aus dem seltsamen Fabeltier, dem das Gewand am Körper flatterte, schauten die Köpfe von Heike Schulz, der zweiten Vorsitzende des umtriebigen Achimer Kunstvereins, sowie die von Gabriele Tinscher, Petra Seydel, Sabine Seemann und Heidrun Stöver heraus.

Marktbeschicker und Besucher loben die Idee

Sie amüsierten sich köstlich mit dem Publikum, während Kinder mehr daran interessiert waren, mal unter die Kostümierung zu schauen und die Raupe anzufassen. Zwischen Blumen- und Kräuterständen, Backwaren und Käse sorgte der Kunstverein so für reichlich Aufmerksamkeit.

Anlass war der landesweite Kunstschultag, der zum dritten Mal auf Initiative des Landesverbandes der Kunstschulen Niedersachsen unter dem Motto „Kunstschulen bewegen“ stattfand. „Was für eine witzige Aktion“, lobten Marktbeschicker ebenso wie Besucher und ließen sich hier und da Stücke von weichem Ton in die Hand drücken. Damit durften alle ausprobieren, wie es sich anfühlt, mit rohem Ton zu arbeiten. Diesen trug Heike Schulz in einer Art Bauchladen vor sich her.

Kinder gehen mit Engagement voran

Wer Lust hatte, konnte das weiche Material kneten, formen, vielleicht etwas hinein ritzen. Schmutzig machte man sich dabei nicht, denn Ton ist ein sehr sauberes Material, wenn er nicht direkt mit Wasser in Verbindung kommt. Ein Papiertuch genügte, und schon waren die Hände wieder sauber. Das Marktpublikum hatte sichtlich Spaß.

Wer schon immer mal Lust hatte, es mit Malerei zu versuchen, hatte am Stand des Kunstvereins auf dem Bibliotheksplatz dazu Gelegenheit. Ina Rowohlt und Dozentin Mary Hagen hatten Farben, Pinsel und eine große Staffelei aufgebaut. Sie ermunterten Passanten, einfach mal drauflos zu malen.

Mona, sechs Jahre alt, machte es allen vor. Sie hatte keine Berührungsängste und hielt routiniert den Pinsel. „Sie malt gerne und viel“, erklärte ihre Mutter. Nach und nach trauten sich auch die Erwachsenen, sodass immer wieder Blätter auf der Staffelei neu aufgeschlagen werden mussten.

Künstlerische Bildung ein Pfeiler des öffentlichen Lebens

Mit dem Kunstschultag möchte der LVKS (Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen) die Bedeutung ästhetisch-künstlerischer Bildung ein Stück mehr in die Öffentlichkeit tragen.

Der Achimer Kunstverein ist mit seiner Kunstschule in der Stadt überaus aktiv und präsent. Seine Kurse mit namhaften Dozenten und Ausstellungen mit gut besuchten Vernissagen sind aus dem öffentlichen Leben nicht wegzudenken. Kurzum, die Kunstschule bringt Farbe und Form ins Leben und hat vielen Menschen den Zugang zur Kunst eröffnet und den Horizont erweitert.

Zum Tagesmotto hieß es von den Veranstaltern: „Kunstschulen bewegen uns, indem wir mit ihrer Förderung unsere Kreativität erleben und unsere Gestaltungsfähigkeit entdecken“.

kr

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