Der Achimer Club präsentiert seinen nicht mehr elitären Sport beim Erlebnistag

„Gegen das Golf-Virus gibt es kaum eine Heilung“

Sie schwingen nicht nur gerne die Schläger, sondern sitzen auch an den Schalthebeln des Achimer Golfclubs: Präsident Klaus Schneider (li.) und Clubmanager Thomas Schmidt.

Badenermoor - Golf ist zwar keine Schönwettersportart, aber im Zweifel bevorzugen auch Golfer einen strahlend blauen oder wenigstens blauweiß getupften Himmel für Abschläge, Annäherungen oder fürs Putten. Am Sonntag trübten keine widrigen Wettereinflüsse einen „Golf-Erlebnistag“, an dem der Achimer Golfclub auf seiner Anlage in Badenermoor sportliche Anreize mit geselligem Beisammensein kombinierte. Diese Mischung sowie eine Vielzahl von sport- und clubspezifischen Informationen lockte etliche Gäste auf die Anlage, darunter auch potentielle Neu-Mitglieder.

„Der Trend bei unseren Mitgliederzahlen ist steigend“, sagte Clubmanager Thomas Schmidt, der im dritten Jahr die Clubgeschicke leitet. Und Präsident Klaus Schneider, seit drei Wochen im Amt, ergänzte: „Dieser Trend zeigt sich in allen Altersklassen.“ Derzeit hat der Achimer Golfclub 1250 Mitglieder. Eine seiner Aufgaben sieht Clubmanager Schmidt darin, die Hemmschwelle, sich mit Golf zu beschäftigen und dann aktiv zu spielen, herabzusetzen: „Das Vorurteil, Golf sei eine elitäre Sportart, hält sich hartnäckig, ist aber längst überholt“, versicherte Schmidt.

Tatsächlich bietet der Achimer Golfclub verschiedene Möglichkeiten, sich dem Golfsport anzunähern. Der Erlebnistag auf dem Clubgelände ist eine Möglichkeit, regelmäßige Schnupperkurse ohne Beitritts-Verpflichtung sind eine andere.

Gerade diese Schnupperkurse scheinen von großer Bindungskraft. Einmal „vom Golf-Virus infiziert“, ist eine gänzliche Heilung beinahe ausgeschlossen. Oder wie es Clubpräsident Klaus Schneider ausdrückte: „Der erste gelungene Golfschlag ist wie ein Volleyschuss, der beim Fußball ins Tor trifft.“ Schnupperkurse im Achimer Golfclub finden immer sonntags zwischen 12 und 14 Uhr statt.

Für beste Spielbedingungen sorgt ein fünfköpfiges Team von Greenkeepern. Einer von ihnen ist Marko Siemer. Der gelernte Landmaschinenmechaniker ist ein beruflicher Quereinsteiger und mittlerweile seit zehn Jahren auf der Clubanlage tätig. Das Areal hat eine Fläche von insgesamt 125 Hektar, wovon 70 Hektar regelmäßiger Pflege bedürfen.

70 Hektar werden gepflegt

Ein Job für Morgenmuffel ist die Rasenpflege nicht: „Wir fangen um sechs Uhr morgens an, an Turniertagen um fünf Uhr.“ Gute Greenkeeper wie Marko Siemer befördern den „Trend Naturerlebnis“. Außerdem wirken sie mit ihren großen Rasenmähern magnetisch auf kleine Jungen. Der dreijährige Felix wollte gestern unbedingt am Lenkrad drehen, bevor andere Erlebnisangebote sein Interesse weckten.

Zum Erlebnistag-Programm zählten auf der „Driving-Range“ Tipps von erfahrenen Trainern ebenso wie Führungen und Rundfahrten, das Schlagen von Bällen mit kunterbunten SNAG(Starting New At Golf)-Schlägern oder Gewinnspiele mit attraktiven Preisen. Dazu gab es ein Kuchenbuffet und, dem Wetter angemessen, eine Eisstation. Außerdem duften sich alle weiblichen Gäste am Muttertag über eine kleine Aufmerksamkeit des Golfclubs freuen.

häg

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