CDU und Landrat zur Schülerbeförderung

Gegen Busfirma vorgehen

Nordkreis - Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Wilhelm Hogrefe fordert in einem Schreiben an Landrat Peter Bohlmann, dem Unternehmen Weser-Ems-Bus eine Kündigung des Vertrages zur Schülerbeförderung „wegen erwiesener Unzuverlässigkeit“ anzukündigen, falls es dem Unternehmen nicht gelingen sollte, bis zum 31. August einen ordnungs- und vertragsgemäßen Schülertransport zu organisieren.

Zu prüfen sei, inwieweit finanzielle Regressforderungen gegen Weser-Ems-Bus geltend gemacht werden könnten, weil es Vertragsverletzungen gegeben habe und offenbar immer noch gebe.

Wie berichtet, hatte im Nordkreis die Schülerbeförderung zum neuen Schuljahr überhaupt nicht geklappt. Busse kamen zu spät, auswärtige Fahrer kannten oft die Haltestellen nicht und mussten sich von Schülern weiterhelfen lassen.

Die CDU-Kreistagsfraktion hat festgestellt, dass die Klagen immer noch nicht aufgehört haben. Hinzugekommen ist in Oyten ein schwerer Unfall eines elfjährigen Mädchens, der aus Sicht der CDU mit der Verlegung einer Haltestelle zusammenhängen könnte, Die CDU-Kreistagsfraktion fordert so auch, das Haltestellenkonzept zu überprüfen und möglichst die gewohnten und ausgebauten früheren Haltestellen wieder in Betrieb zu nehmen. Zusammen mit den Städten und Gemeinden sollte dabei dafür gesorgt werden, dass die Schüler und andere Fahrgäste bei Regen eine Unterstellmöglichkeit hätten.

Postwendend hat Landrat Peter Bohlmann geantwortet und festgestellt, dass die Kündigung eines solchen Vertrages hohe Hürden habe und mit einem langen Rechtsstreit verbunden sei. Laut Vertrag würden dem Unternehmen aber wegen nicht oder schlecht erbrachter Leistungen die Zahlungen gekürzt.

Verzögerungen auf einigen Fahrten

Der Landrat weiter: „ Es ist keine bisherige Haltestelle außer Betrieb genommen worden. Alle vorhandenen Haltestellen im Landkreis Verden werden weiterhin angefahren.“ Es hätte lediglich auf einigen Fahrten Fahrwegsänderungen und Zeitverschiebungen gegeben.

Zum tragischen Unfall in Oyten Am Berg stellt Bohlmann fest, dass die Haltestelle Am Berg jetzt nicht mehr angefahren werde, da auf der einen Seite die Kinder an einem Graben hätten aussteigen müssen. Dies bedeute jetzt, dass die Kinder an der Haltestelle „Oyten, Am Berg/Lienertstraße“ aussteigen müssen. 

Sofern sie in Richtung der anderen Haltestelle laufen müssten, querten sie die Straße, um auf der Seite mit Gehweg laufen zu können. Bei der Querung ist es zu dem Unfall gekommen. Die Entfernung zwischen den beiden Haltestellen betrage ungefähr 650 Meter, was laut Schülerbeförderungssatzung eine zumutbare Entfernung darstelle.

Die Ausstattung von Haltestellen ist laut Landrat im übrigen Gemeindesache. Bis 2022 müssten sie alle barrierefrei sein.

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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