MS-Kontaktgruppe: Trauer um Anneliese Laborius

Gedenken der Gründerin

Anneliese Laborius (r.), Gründerin der MS-Kontaktgruppe für den Landkreis Verden, ist mit 88 Jahren gestorben. Seit dem Jahr 2000 leitet Brigitte Bode die Gruppe. archivFoto

Achim – Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung, an der auch Menschen in der heimischen Region leiden. Etliche davon gehören der MS-Kontaktgruppe für den Landkreis Verden an. Deren Gründerin, Anneliese Laborius aus Achim, ist vor kurzem im Alter von 88 Jahren gestorben. Bei einem Seminar der Selbsthilfegruppe in Cuxhaven-Berensch würdigte die heutige Vorsitzende, Brigitte Bode, die Verdienste ihrer Vorgängerin.

Anneliese Laborius habe die MS-Kontaktgruppe 1980 ins Leben gerufen, weil ihr Mann daran erkrankt war. „Zunächst gab es Treffen in ihrem Wohnzimmer. Als es dort zu eng wurde, zog die größer gewordene Gruppe ins Kasch um“, erinnerte Bode an die Anfänge.

Damals wie heute dienten die Treffen vor allem dem Erfahrungsaustausch der Betroffenen. „Gemeinsam sind wir stark“ und „Leben mit MS ist möglich“ bildeten dabei die Leitlinien, erläutert Bode.

Laborius, die auch stellvertretende Sprecherin für Senioren und Behinderte in Achim war, habe in den zwei Jahrzehnten als Vorsitzende der Gruppe zahlreiche Informationsveranstaltungen mit Ärzten und anderen Fachkräften zu dem Thema organisiert und zudem auf politischer Ebene Einfluss genommen. „Mit ihrer energischen Art hat sie einiges erreicht“, stellt Bode fest.

Seit dem Jahr 2000 führt die Achimerin die Gruppe, die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert. „Wir sind inzwischen rund 70 Leute, von denen sich viele regelmäßig in Achim oder in Verden treffen“, informiert Bode. Immer am letzten Samstag im Monat um 15 Uhr kommen die Mitglieder aus dem Nordkreis im Café im Clüverhaus, Große Kirchenstraße, zusammen; in Verden ist an jedem dritten Mittwoch im Monat um 15 Uhr Treffen bei der Lebenshilfe, Am Allerufer.

Dazu kommen besondere Veranstaltungen wie jetzt in Cuxhaven. 23 Personen nahmen dort laut Bode am „Gedächtnistraining mit Petra Michaelis“ teil. Ein Abstecher zum Deutschen Luftschiff- und Marinefliegermuseum in Nordholz rundete die Kurzreise ab.   mm

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