Amazon würde automatisch mit dazu beitragen

Abwasser-Gebühren werden in den kommenden Jahren sinken

Achim - Spürbar sinken dürften die Achimer Niederschlagswassergebühren in kommenden Jahren. Das Gleiche gilt eventuell für den Bereich Schmutzwasserentsorgung. Dies bestätigte auf der Sitzung des Ausschusses für Abwasserbeseitigung Uwe Schmoecker als Leiter des städtischen Abwasser-Eigenbetriebs.

Fritz Heiner Hepke (SPD) hatte darauf hingewiesen, dass dieser Betrieb seit zwei Jahren Überschüsse bei den Niederschlagsgebühren erwirtschafte und sich das auch im Schmutzwassersektor andeute. Gemäß Satzung dürfen solche Überschüsse nicht über einen längeren Zeitraum angespart werden. Die finanzielle Entwicklung ist jeweils an die Kunden weiterzugeben.

Schmoecker machte auf Nachfrage dieser Zeitung auch deutlich, dass die Niederlassung des Weltkonzerns Amazon im Gewerbegebiet Uesener Feld zum Sinken der Gebühren mit beitragen würde. Bisher gebe es auf dem ungenutzten Areal von rund 80.000 Quadratmetern ja null Einleitungen und damit null Gebührenzahlungen. Wenn aber Amazon mit rund 2000 Mitarbeitern den Betrieb aufnehme, würde das Unternehmen gleich zum bedeutenden Abwassergebührenzahler. Das bedeute umgelegt niedrigere Sätze für den einzelnen Kunden.

Steigen werden die Fäkalabfuhrgebühren zur Entsorgung aus Kleinkläranlagen von Betrieben und Haushalten. Bei 99,7 Prozent Kanalanschlussdichte in Achim sind noch rund 30 Kleinanlagen zu bedienen. Vom Typ her zumeist auf dem modernsten Stand, befinden sie sich aber in sehr entlegenen Teilen der Stadt – dort, wo sich der Anschluss ans Kanalnetz nicht lohnt. Die Leerung der Anlagen samt langer Transportwege sei vergleichsweise aufwändig und zu jetzigen Gebührensätzen nicht mehr machbar, so Schmoecker.

Positive Haushaltsentwicklung

Zufrieden zeigte er sich mit der Haushaltsentwicklung des Abwasser-Eigenbetriebs insgesamt. Die Schuldenkurve bewegt sich kontinuierlich nach unten: Von 13,5 Millionen Euro 2013 auf derzeit 9,5 und geplante 6,4 Millionen Ende 2021. Millionen-Investitionen sind bis dahin auch nicht mehr vorgesehen.

Die größte stellt mit rund 570.000 Euro die Erneuerung des Zulaufgebäudes beim Klärwerk dar, gefolgt von der 2017 nicht mehr realisierten Modernisierung der Dosierstation am Uesener Schafkoven, um dem vielbeklagten Schwefelwasserstoffgestank beizukommen. Erneuert werden soll zudem für 85 000 Euro das 25 Jahre alte Hauptpumpwerk in Bollen. Ansonsten bleiben wiederkehrende Haushaltsposten samt Personalkosten 2018 fast unverändert. Schmoecker: „Wir fahren weiter geraden Kurs“.

Éinstimmig verabschiedete der unter Leitung von Reiner Aucamp tagende Ausschuss den Eigenbetriebs-Haushaltsplan 2018 – samt Kreditaufnahme von 615.600 Euro für Investitionen.

Der Etat hat ein Volumen von knapp 6,2 Millionen Euro an Einnahmen und Auszahlungen im Finanzhaushalt. Im Ergebnishaushalt wurde bei 5,9 Millionen Euro Ertrag und 5,4 Millionen an Aufwendungen ein positives Ergebnis von rund 508.000 Euro erwirtschaftet.

la

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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