Gymnasium am Markt kann mit Erweiterungsbau nun alle Jahrgänge von 5 bis 13 beschulen

Gamma für G9 fit gemacht

Der zweigeschossige Erweiterungsbau bietet Platz für sechs allgemeine Unterrichtsräume und zwei Musik-Fachräume. Außerdem ist die Mensa dadurch größer geworden.
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Der zweigeschossige Erweiterungsbau bietet Platz für sechs allgemeine Unterrichtsräume und zwei Musik-Fachräume. Außerdem ist die Mensa dadurch größer geworden.

Achim – Das Gymnasium am Markt (Gamma) war 2006 für die Jahrgänge 5 bis 12 gegründet worden, doch inzwischen hat das Land Niedersachsen wieder das 13. Schuljahr für Abiturienten eingeführt. Aus G8 wurde G9, wie es bei der Kultusbehörde heißt. Das Gamma musste damit unerwartet einen zusätzlichen Jahrgang unterbringen, neue Räume mussten her. „Die standen dann tatsächlich rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres Ende August zur Verfügung“, freute sich Schulleiter Dirk Stelling am Donnerstag. Coronabedingt wurde der zweigeschossige Erweiterungsbau erst verspätet und im kleinen Kreis offiziell eingeweiht.

Ein Schulfest könne hoffentlich im kommenden Jahr nachgeholt werden, sagte Stelling bei der schlichten „Einweihungsfeier“ vor dem Gebäude auf dem Schulhof. Der Direktor dankte dem Kreis-Schulausschuss mit der Vorsitzenden Karin Bergmann (CDU) sowie Landrat Peter Bohlmann (SPD) als Chef der Verwaltung dafür, dass der Landkreis als Schulträger das Bauvorhaben schnell auf den Weg gebracht habe. „Und das Architekturbüro Dreischhoff hat bis zuletzt unsere Wünsche bei der Planung berücksichtigt.“

Acht Räume seien in dem neuen Trakt entstanden, sechs für den allgemeinen Unterricht und zwei „hochwertige“ für Musik, erläuterte Landrat Bohlmann. Und die Kosten? Die Kalkulation von 2,2 Millionen Euro sei nahezu aufgegangen. „Wir liegen nur 250 000 Euro drüber“, informierte Bohlmann erfreut, „das ist nicht selbstverständlich“.

Als Elternvertreterin habe sie das Gamma, das zweite Achimer Gymnasium, vor rund 15 Jahren mit angeschoben, blickte Karin Bergmann zurück. Klar, dass der Fachausschuss „Ja“ zu der Erweiterung gesagt habe. „Diese Schule arbeitet außerordentlich gut“, fügte sie hinzu.

Auch das mittlerweile dritte neu hinzu gekommene Gebäude für die 1894 eingeweihte Marktschule passe sich gut in die Umgebung ein, fand der Verdener Architekt Gregor Dreischhoff und lobte den „Hausherrn“. „Ich habe es noch nie erlebt, dass der Schulleiter bei jeder Baubesprechung dabei gewesen ist. Dadurch war es leicht, zum Ziel zu kommen.“

Die gewählten schrägen Decken unter dem leicht gewölbten Dach führten zu besserer Akustik, was insbesondere in den Musikräumen von Vorteil sei. „Es gibt deshalb kein Echo“, erklärte Dreischhoff.

„Die Musiklehrer sind hellauf begeistert“, bestätigte Direktor Stelling. Zudem könnten die Drums und weitere Instrumente, die von den beiden Schulbands genutzt werden, nun aufgebaut bleiben.

Alle Räume im Gamma, nicht nur die unter dem neuen Dach, das später noch mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet werden könne, verfügten über moderne elektronische Tafeln, die ohne Beamer auskämen, hob Stelling weiter hervor. „Da ist der Landkreis vielen anderen Schulträgern voraus.“

Beim Rundgang wies das Gamma-Oberhaupt auch darauf hin, dass die Cafeteria und die Mensa durch den zusätzlichen Trakt nun mehr Raum hätten. „Und wir haben jetzt einen neuen kleinen Innenhof, auf dem sich Schüler und Lehrer gerne aufhalten.“  mm

Freuen sich über den „hochwertigen“ Musikraum: (von links) Peter Bohlmann, Karin Bergmann, Dirk Stelling und Gregor Dreischhoff.
Ein Innenhof ist im Übergangsbereich zwischen dem neuen Trakt (l.) und einem bisherigen Gebäude entstanden.

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