Feierabend nach 26 Jahren

Freitag letzter Tag für Roths im Kasch

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Marcus und Wilfriede Roth bewirten seit gut 26 Jahren die Besucher bei Kasch-Veranstaltungen und direkt im dazugehörigen Lokal. Am Freitag ist dort ihr letzter Arbeitstag.

Achim - Am Freitag, 24. Juni, haben die Roths im Kasch zum letzten Mal geöffnet und bieten zum letzten Mal Mittagessen an. Im gesamten Kulturhaus Alter Schützenhof beginnt dann die Sommerpause. Das Gastronomen-Ehepaar hört nach 26 Jahren dort ganz auf. Die Gastronomie selbst soll in irgendeiner Form in Eigenregie der Kasch-Verantwortlichen weiter betrieben werden.

Wilfriede und Marcus Roth – sie 60, er 56 Jahre – waren seit dem 1. April 1990 für die Bewirtung auch bei allen Veranstaltungen, Versammlungen und Familienfeiern im Kasch zuständig. Sie möchten sich zum Abschluss bei allen Besuchern und Gästen herzlich bedanken. Allein gut 60 Vereine treffen sich regelmäßig im Kulturhaus, verdeutlicht Wilfriede Roth.

Über Bekannte aus Achim hatte das Paar damals erfahren, dass der gerade gegründete Kulturverein einen Pächter für die Gastronomie im Kasch suchte. Beide waren damals im Bremer „Hotel Zur Post“ beschäftigt – Marcus Roth als Küchenchef.

Die Zwei setzten sich gegenüber Mitbewerbern durch und unterschrieben den Kasch-Gastronomievertrag, der von Anfang an ein Mittagstischangebot mit beinhaltete. Die erste größere, von ihnen bewirtete Kasch- Veranstaltung war damals der Tanz in den Mai, erinnert sich Wilfriede Roth.

Henning Scherf und Oscar Lafontaine zu Gast

Auch prominente Poltiker wie etwa Henning Scherf oder Oscar Lafontaine waren ebenso wie Musiker und andere Künstler im Kulturhaus zu Gast und mussten wie ihr Publikum gastronomisch versorgt werden. Das galt natürlich auch in den meistens sehr gut besuchten Achimer Tanznächten.

Der Vertrag des Kasch mit den Roths – die selber neben der Pacht auch Strom sowie andere Nebenkosten tragen mussten und ansonsten selbständig wirtschafteten – lief jeweils über ein Jahr. Er wurde aber stets anstandslos verlängert.

Nur beim letzten Mal war über gewünschte Änderungen keine Einigung mehr möglich. Die Roths wollen über Einzelheiten nicht sprechen, deuten aber an, dass Kosten sich für sie deutlich erhöht hätten und es um mögliche Entlastungen ging. Noch einige Jahre bis zum Ruhestandsalter hätte das Wirtepaar gern weitergemacht, möchte aber jetzt nicht nachkarten und die erfreulichen Erinnerungen sowie das Gefühl des Dankes in den Vordergrund stellen.

Achim bleiben die beiden auf jeden Fall als Bewohner erhalten, denn sie haben sich vor einigen Jahren hier den Traum vom eigenen Haus erfüllt. Wie es beruflich weitergeht, ist bisher noch offen, aber es wurden offenbar schon einige Angebote erkundet.

Im Kasch wird bereits am feierlichen „Re-Opening“ der Gastronomie gearbeitet, war zu erfahren, Konkreter wird das Ganze aber erst nach der großen Sommerpause.

la

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