Freifläche an Bahnhofstraße und Poststraße weckt Investorengelüste

Stadt will weiteren Badener Discounter verhindern

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Mediengruppe Kreiszeitung

Baden - Die große grüne Fläche und das schon lange leer stehende Gebäudeensemble an der Bahnhofstraße und Poststraße in Baden haben schon lange die Begehrlichkeiten von Investoren geweckt. Die Stadt Achim will jetzt, da eine Discounterkette dort einen Discounter von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche mit Parkplatz errichten möchte, dem durch eine Veränderungssperre einen Riegel vorschieben.

Der Bebauungsplan, um den es geht, heißt „Im Dorfe“ und hat nichts mit der gleichnamigen Straße in Uphusen zu tun. Es handelt sich um einen alten Bebauungsplan noch aus der Ära der Badener Selbständigkeit, und der ermöglicht neben höheren Wohngebäuden auch Einzelhandelsgeschäfte in dem Mischgebiet.

Doch anders als in früheren Jahrzehnten denkt man heute bei Einzelhandelsgeschäften nicht mehr an Tante-Emma-Läden, sondern an größere Supermärkte und Discounter, und die wollen die Verantwortlichen der Stadt hier nicht mehr haben, da nach dem Einzelhandelskonzept der Stadt sie damit ausreichend versorgt sei und weitere derartige Ansiedlungen bestehende Märkte gefährden könnten. Die Badener haben bereits ihren Edeka, Aldi, NP und Lidl.

Hinzu kommt sicher auch, dass die Erschließung eines neuen Supermarktes an der oft schon überlasteten Bahnhofstraße zu noch mehr Staus führen würde. Schon heute kommen Autos oft aus der Bahnhofstraße auf die Verdener Straße nur, wenn die nahe Fußgängerampel gedrückt worden ist.

Auch größere Wohngebäude vertragen sich nach Ansicht der Stadtplaner nicht mit der sonstigen Umgebung. So hatte man in den vergangenen Jahren schon Pläne von einem hohen Geschosswohnungsbau abgewehrt.

Mit der Veränderungssperre und der Entwicklung eines neuen Bebauungsplans, der die neuen Ziele in Form eines Wohngebiets mit moderaten Häusern aufnimmt, können solche ungewollten Investitionen zum Supermarkt oder Geschosswohnungsbau bis zu vier Jahren verhindert werden.

Der Achimer Ratsausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr berät während seiner Sitzung am nächsten Dienstag ab 17 Uhr im Ratssaal darüber.

mb

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