Freie Kunstgruppe Achim eröffnet Ausstellung im Rathausfoyer

„Arbeit an der Farbe“

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Margaretha Küwen (2.v.l.), Mitglieder der Freien Kunstgruppe Achim und Musiker Henning Heidelk.

Achim - Als Leiterin der Freien Kunstgruppe Achim weiß Margaretha Küwen nicht nur um kunstpädagogische Zusammenhänge, sondern auch um kunstgeschichtliche. Bei der Ausstellungseröffnung am Samstagvormittag im Foyer des Rathauses erreichte die Kunsttherapeutin Küwen mit ihren Ausführungen etliche interessierte Zuhörer.

Sie sprach in Bezug auf die Mitglieder der Freien Kunstgruppe von der „Arbeit an der Farbe“ und einer starken Auseinandersetzung mit der Gegenwartskunst. Dabei dienen immer wieder als Vorbilder Künstler wie Rothko, Graubner, Nolde, Marc oder Klee. Küwen thematisierte aber auch die Zeit der gegenständlichen Malerei, in der um Perspektive und Räumlichkeit gerungen wurde, und den Übergang zu Abstraktion, als Kalt-Warm-Kontraste und Hell-Dunkel-Verläufe bildkompositorisches Gewicht erhielten und dem Betrachter ein neues Sehen abverlangten. Vorbei die Zeit der Bilder mit Fokussierung und Fluchtpunkt – abstrakte Malerei löste sich vom Gegenstand zugunsten von Licht und farbiger Atmosphäre.

In diesem Zusammenhang erwähnte Margaretha Küwen Namen wie Monet und Cézanne. Letzterer empfahl zur Veränderung der Wahrnehmung ganz unverblümt sogar das Glotzen. Zu Monet merkte Küwen an: „Wir erahnen bei ihm eine Landschaft aus lauter duftenden Farbflecken. Die Blumenwiese, die in den Himmel übergeht und die Frau mit dem Sonnenschirm sind schon nicht mehr definiert.“ Und zu Cézanne fiel ihr sein Begriff der „Flächenelastizität“ ein. Mark Rothko wiederum erkannte, nicht unähnlich, Pendelbewegungen und meinte damit: „Farbe kommt scheinbar aus dem Bild auf uns zu und gleichzeitig bewegt sie sich von uns weg.“ Dadurch werde Farbe hochwirksam, sagt Margaretha Küwen, denn bildliche Orientierungspunkte würden dem Auge keinen Halt mehr bieten. Küwen empfahl den Besuchern deshalb das ruhige Erkunden der Bilder von: Agnes Dormann, Christian Petritzki, Irmtraut Rackelmann, Heidi Knieriem, Monika Storbeck-Bödeker, Bärbel Küsel-Stoffel, Elke Henkel, Heide Dölker und Karin Staack.

Bei der Vernissage musizierte Henning Heidelk. Die Ausstellung kann bis zum 26. November während der Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.

häg

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