Hallenbad kommt später

Freibad: Stadt stellt Öffnungszeiten sicher

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Am ersten Ferientag war das Freibad nicht überfüllt, aber ordentlich besucht.

Achim - Von Lisa Duncan. Das Achimer Freibad bleibt auch nach dem 1. Juli zu den gewohnten Öffnungszeiten für die Allgemeinheit zugänglich: „Wir können mit der derzeitigen Personaldecke den Betrieb zu den normalen Öffnungszeiten weiter gewährleisten. Die begleitenden Arbeiten im Hallenbad werden wir entsprechend anpassen“, teilt Achims Erster Stadtrat Bernd Kettenburg mit. Nachdem zwei für Frei- und Hallenbad tätige Führungkräfte erkrankt waren, hatte die Stadt das Freibad für anderthalb Wochen schließen müssen (wir berichteten). Diese Vakanz ist nun offenbar überbrückt.

Zwei Fachangestellte für Bäderbetriebe hat die Stadt für einen befristeten Zeitraum eingestellt – mit den Eintrittsdaten 22. Juni und 1. Juli allerdings zeitlich ein wenig versetzt. Vereinbart ist eine Voll- und eine Teilzeitstelle, wobei eine der beiden Mitarbeiter bis zum Ende der Freibadsaison (30. August) bei der Stadt unter Vertrag steht, der andere bis Ende des Jahres. Die Beschäftigung über die Sommerferien hinaus erklärt Kettenburg mit der Notwendigkeit, die im Hallenbad entstandenen Überstunden abzubauen. Einer der neuen Kräfte sei aber nur während der Sommermonate verfügbar gewesen.

Das Achimer Freibad hat Montag bis Freitag von 6 bis 7.30 Uhr und 11 bis 20.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Angesichts der sicher noch bevorstehenden sonnigen Tage habe es für die Stadt oberste Priorität, dass die Bürger das Freibad nutzen können. In Sachen Hallenbad wähle man daher das kleinere Übel und schiebe die notwendigen Instandhaltungsarbeiten noch etwas auf die lange Bank. „Es stehen normale Revisionsarbeiten an, technische Sachen wie die Überprüfung der Elektrik und Beleuchtung“, so Kettenburg. Nachdem im großen Becken bereits 2015 die Fliesen komplett ausgetauscht worden sind, gehe man davon aus, dass dort in der Zwischenzeit keine Bruchstellen zum Vorschein kommen werden – eine Baustelle weniger. Auch

Kettenburg: Freibad kein Luxus

das Abbauen der Überstunden für Hallenbad-Beschäftigte werde die Stadt zugunsten des Freibads voraussichtlich auf die Zeit nach den Schulferien verschieben.

Wenn die neuen „Bademeister“ nur befristet bei der Stadt einspringen – sei es da nicht denkbar, dass sich das Problem der zu dünnen Personaldecke im nächsten Jahr erneut stellt? „Ich hoffe nicht. Denn ich gehe davon aus, dass unsere beiden Betriebsleiter im nächsten Jahr wieder zurück sind“, so Kettenburg.

Die Besucherzahlen zeigten sich dieses Jahr – wie das Wetter – noch etwas durchwachsen: „Das schwankt witterungsbedingt zwischen 73 und über 100 Besuchern pro Tag“, gibt Kettenburg eine grobe Einschätzung. Konkreter: Seit Saisoneröffnung am 21. Mai (bis einschließlich 26. Juni) nutzten insgesamt 6282 Gäste die Sport- und Freizeitanlage. Laut Statistik begann die Saison am 21. Mai mit über 400 Besuchern, um kurz darauf (am 5. Juni) schon auf mehr als 1000 Besucher hochzuschnellen. Bei Wiedereröffnung am ersten Sommerferientag (23. Juni) kamen immerhin noch 851 Badegäste, dann flaute es in den Folgetagen schon wieder deutlich ab. Tiefpunkt war bisher der (verregnete) 25. Juni mit nur 71 Besuchern.

Der Juni 2016 kann trotz zwischenzeitiger Schließung im Vergleich zu den Vorjahren mit bisher 4900 Freibadkunden gut mithalten: Mit 5500 Schwimmfans im Jahr 2015 und 4200 registrierten Gästen im Juni 2012. Ein Rekordergebnis gab es 2008 mit rund 10.000 Besuchern im Monat Juni.

Dennoch möchte Kettenburg das Freibad nicht als Luxus-Angebot verstanden wissen: „Das gehört für mich zum Gemeinwesen. Eine Stadt in der Größenordnung wie Achim sollte sich angemessene Bäder leisten. Dazu gehört nicht nur ein Hallen-, sondern auch ein Freibad.“ Diese Einstellung sei vom Rat der Stadt Achim auch politisch bestätigt worden, erinnert der Erste Stadtrat: „Der Beschluss fiel ja zugunsten der Sanierung und gegen die Schließung aus.“

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