„Schmetterabend“ Vol. 1: Beim neuen Mitmach-Format im Kulturhaus Alter Schützenhof singt das Publikum selbst

Frau Schwarz bittet zum Gesang

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Janina Schwarz und Susanne Groll (v.l.) stellen das Plakat zur Mitsingparty am 29. August im Großen Saal des Kasch vor. 

Achim - "„Haste Töne“, „Achimer Chornacht“, „Vocal Coaching Days“, „Schmetterabend“ – Schmetter ... – was? Gemeint ist eine musikalische Veranstaltung, bei der Gesang nicht den Profis vorbehalten ist, sondern bei der jeder nach Lust und Laune seine Lieblingslieder singen, beziehungsweise schmettern darf. Der „Schmetterabend“ steht am 29. August von 20 bis 22 Uhr erstmals auf dem Programm des Kulturhauses Alter Schützenhof (Kasch). Gastgeber ist das Kasch in Kooperation mit dem „Schmetterabend“-Team.

Bekannt sind solche Formate schon aus anderen Städten: „Los ging es in Nordrhein-Westfalen“, erläutert Kasch-Mitarbeiterin Susanne Groll. Seit 2008 bereits ist „Frau Höpker bittet zum Gesang“ auf Tour, davon gibt es schon unzählige Ableger – wie das „Rudelsingen“, das beispielsweise monatlich im Bremer Club „Modernes“ läuft – und nicht zuletzt die 1. Fischerhuder Mitsing Party im März, die viele Amateursänger in Bellmanns Gasthaus lockte. Nun also auch das Kasch.

Die Spielregeln sind denkbar einfach: Ob alt, ob jung, ob Mann oder Frau, ob Notenkenntnisse oder keine – alle sind willkommen. Wie beim Karaoke wird der Text allgemein bekannter Lieder und Popsongs an die Leinwand geworfen und los geht's.

Damit zwischendurch keine peinlichen Pausen entstehen, falls die richtigen Töne den Sangesfreudigen mal entgleiten sollten, unterstützt die Musical-Sängerin Janina Schwarz aus Fischerhude die Melodie gesanglich. Zudem wird der Langwedeler Chorleiter Gert Alsleben – unter anderem bekannt durch die Gruppe „Souly“ – bei einigen Stücken am Klavier begleiten.

Voll des Lobes waren die Teilnehmer der „1. Fischerhuder Mitsing Party“ im März dieses Jahres. Auch hier fügte Janina Schwarz ihr Stimmvolumen hinzu. 

„Die Hauptsache ist, der Freude am Singen freien Lauf zu lassen“, sagt Susanne Groll. Denn wer singt, schüttet Glückshormone aus. „Und anders als in Chören ist hier die regelmäßige Teilnahme nicht verpflichtend, man kann sich einfach ausprobieren“, fügt Groll hinzu. Was den „Schmetterabend“ ebenfalls zu einem niederschwelligen Angebot macht: Es werden keine Notenkenntnisse vorausgesetzt. Das Konzept fügt sich in die Bestrebungen des Kasch ein, auch jüngere Leute anzusprechen. „Uns fehlt etwas das Publikum ab 30“, sagt Groll.

Gesungen werden Lieder aus allen Genres – von Pop über Schlager bis hin zu Chanson oder Swing, oder anders ausgedrückt: Songs aus der Feder der Beatles, von Norah Jones, Udo Jürgens oder Abba. „Wir wollten Sachen, die jeder im Ohr hat“, erklärt Janina Schwarz. „Ich unterstütze zwar gesanglich, damit sozusagen keine luftleeren Räume entstehen, aber natürlich sollte jeder, der teilnimmt, auch mitsingen!“, betont die Sängerin. Auch Männern sei das „Massenkaraoke“ wärmstens ans Herz gelegt, stellt Groll klar: „Janinas eher tiefe Frauenstimme wirkt da sicherlich ermutigend.“

Fortsetzung hängt vom Erfolg ab

Zum Organisationsteam zählen, neben Schwarz und Alsleben, auch Sabine Müller, die Kasch-Gängern vielleicht als Organisatorin des BINI-Frauenflohmarktes schon bekannt sein könnte. Beim „Schmetterabend“ betätigt Müller sich als Moderatorin, sie entwarf aber auch das Konzept maßgeblich mit und betreut die Facebook-Seite. Für die Technik sind Niklas Krug, Jasper Rother und Kasch-Mitarbeiter Dennis Meinken zuständig. Das Plakat entwarf Niklas Krug.

Ob es eine Fortsetzung geben wird, wollen die Verantwortlichen vom Erfolg abhängig machen. „Das ist erstmal ein Versuchsballon, für den die Teilnehmer uns später Feedback geben können, etwa über die Facebook-Seite“, schlägt Groll vor.

Eines will der Schmetterabend allerdings nicht: Den Chören in der Region die Butter vom Brot nehmen. „Es ist nicht als Konkurrenz, sondern als Erweiterung gedacht“, meint Groll und Schwarz ergänzt: „Es ist mehr eine Party, ein Chor ist etwas völlig anderes.“

Karten gibt es im Vorverkauf für 7 Euro und an der Abendkasse für 8 Euro. Gruppen ab sechs Personen zahlen an der Abendkasse den Vorverkaufspreis. 

 ldu

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