Singer-Songwriter Tom Kirk „zweiter Sieger“

Fool’s Agony rocken die Offene Bühne

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Einen beeindruckenden Auftritt legten Fool’s Agony hin. Florian Wenzel, Anna Makowska, Julian Hielscher und Gianna Persicinni (v.l.) wurden so Sieger des Abends.

Achim - Das Team der Offenen Bühne brachte am Dienstagabend wiederum eine breite musikalische Mischung auf die Bühne im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch). Ein Chor, zwei Bands und ein Sänger warben im musikalischen Wettstreit um die Publikumsgunst.

Den Anfang machte der Achimer Pop- und Jazzchor „Sunny Side Up“. Unter der Leitung von Peter Henninger bot der 20-köpfige Chor eine Auswahl aus ihrem reichhaltigen Repertoire. Mit der Ouvertüre aus Rossinis Wilhelm Tell, „Day Tripper“ von den Beatles und einem sehr gefühlvoll gesungenen „I’ll Be There For You“ beendet der Chor seinen Auftritt mit Rammsteins „Engel“ – in einer Version von Oliver Gies.

Mit Lena Philipp (Bass), Pascal Kalbe (E-Gitarre), Michael Ufen (Drums) und Dr. Gunnar Schönhoff (Gitarre/Gesang) betrat die Bremer Band „Panama Ghost Sharks“ die Bühne. Mit ruhigen Songs der schnelleren Gangart, aus ihrem sonst eher lauten Programm, wollen sie überzeugen. Als Blues-, Folk- und Punkrockband sind sie seit 2016 zusammen und lieferten mit den selbst geschriebenen Songs „Digital Revolution“, „Side By Side“ und „All The Time“ eine gute musikalische Vorstellung.

Singer-Songwriter Tom Kirk.

Ebenfalls aus Bremen kamen Fool’s Agony, eine Band für die Pop, Hardrock und Metal eine Mission sind. Seit 2013 verbindet Frontfrau Anna Makowska, Bassistin Gianna Persicinni, Gitarrist Florian Wenzel und Drummer Julian Hielscher die gemeinsame Liebe zur Musik. Ihr Auftritt begann mit Anna Makowskas stimmgewaltig vorgetragenem Titel „Black and White“ und fand seine Fortsetzung in einem eindrucksvoll vorgetragenen „Mea Culpa“. Das von Anna Makowska und Gianna Persicinni gemeinsam gesungene „Strangers“ begeisterte das Publikum.

Moderatorin Ute Barth-Hajen nannte den Auftritt „krass“ und schickte den Hut durch den Zuschauerraum. So verschaffte sie sich Zeit, um eine passende Überleitung für den nächsten Künstler zu finden.

Der Schlussakt war Tom Kirk vorbehalten. Der Pädagoge aus Walsrode ist Singer-Songwriter und bekannt für seine nachdenklichen Texte voller Sprachwitz. Die selbstironischen, melancholischen und auch mal unsinnigen Verse begleitete er sparsam auf der Gitarre. Er erzählte von der Begegnung mit einem Engel im Hamburger Frühbus, der ihn zunächst ärgerte, bis er sich über dessen plötzliches Verschwinden Sorgen machte. Kirk erklärte in „Weil ich dumm bin“, warum alles anders ist, um dann mit den „Feldhasen in Dortmund-Nord“ über die Weltveränderung zu philosophieren. Ein Dylan-Donovan-Typ, der sein Publikum gekonnt „manipulierte“ und begeisterte.

Die Frage, wer die letzte Zugabe spielen darf, wird wie immer durch den „Applaus-o-meter“ ermittelt. Bernd Egger bat daher das Publikum durch Applaus für die jeweiligen Künstler abzustimmen. Das Ergebnis war spannend knapp. Letztendlich konnten sich Fool’s Agony mit 94,2 dB vor Tom Kirk (94,0 dB) platzieren. Platz drei und vier belegten Sunny Side Up und Panama Ghost Sharks.

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