Umfangreiche Instandsetzung läuft

Flutbrücke Uesen jetzt ein Nadelöhr

Durch eine schmale Gasse auf der Fahrbahn werden Radfahrer und Fußgänger über die Brücke geleitet. Die Leitplanken am Rand des Radwegbereichs sind schon entfernt, und im ersten Brückenbausschnitt wird hier ein neuer Aufprallschutz entstehen. - Foto: Laue

Uesen - Nicht die Ueser Weserbrücke selbst mit ihrer hohen Stahlkonstruktion, sondern die aus Richtung Achim gesehen davorgeschaltete Flutbrücke steht jetzt im Mittelpunkt umfangreicher Instandsetzungsarbeiten.

Sie ist damit zum Nadelöhr für den Verkehr auf der Landesstraße von und nach Thedinghausen geworden. Am halbseitg gesperrten Abschnitt in Höhe Baustelle wird der Verkehr auf dieser stark befahrenen Strecke per Ampelschaltung vorbeigeleitet. Wer auf dem Weg zur Arbeit oder zu wichtigen Terminen die Brücke überqueren muss, sollte unbedingt zeitlichen Spielraum einplanen.

Zum Auftakt der Arbeiten wurden jetzt gleich Leitplanken auf der gesperrten Seite abmontiert. Bevor hier der neue Anprallschutz geschaffen wird, müssen noch Geh- und Radwegbereich am Übergang zur Brücke ausgeweitet werden.

Der Anprallschutz verhindert, dass Fahrzeuge ungeschützt gegen Stahlträger der Brücke krachen. Schwere Lkw könnten bei so einem Unfall die gesamte Tragkonstruktion gefährden.

Nach dem ersten Brückenbauabschnitt, der bis Weihnachten abgeschlossen sein soll, sind zahlreiche weitere Schäden wieder vor allem an der Flutbrücke zu beheben. „Betoninstandsetzung“ lautet das Stichwort. Die so genannte „Fahrbahntafel“ ist ebenso betroffen wie die Unterseite der Brücke und Pfeiler. Brückenkappen werden zudem neu beschichtet, und auch Entwässerungsleitungen neu verlegt.

Immer werde am Bauwerk selbst saniert und nicht etwa ganze Teilstücke ausgewechselt , erläuterte auf Nachfrage Rick Graue, zuständiger Fachbereichsleiter in der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßen- und Brückenbau in Verden. Stolze 610 000 Euro wird das Ganze trotzdem kosten und die Ueser Brückenbaustelle noch bis August 2017 bleiben.

Die große Weserbrücke war erst vor ein paar Jahren monatelang halbseitig oder ganz wegen Arbeiten daran gesperrt gewesen. Geplagte Verkehrsteilnehmer hatten gehofft, dass es danach erst einmal 15 bis 20 Jahre Bau-Ruhe an dieser Landesstraße gebe.

Damals stand jedoch der Korrosionsschutz im Mittelpunkt, erläutert Rick Graue. Sämtliche anfallenden Instandsetzungsarbeiten schon gleich in einem einzigen Zeitraum miteinander zu koordinieren, sei einfach nicht machbar gewesen. - la

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