Flüchtlinge in die Moschee eingeladen / Tat in Magdeburger Straße stört Fest

Wunderbares Fastenbrechen

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Nach dem Abendgebet, bei Einbruch der Dunkelheit, beginnt das Fastenbrechen.

Achim - Zum Fastenbrechen am Samstagabend in der Achimer Moschee in der Feldstraße hatte der Kulturverein Achimer Muslime auch Flüchtlinge eingeladen. Sie kamen auch, wurden allerdings durch den blutigen Zwischenfall in der Magdeburger Straße auch daran gehindert (siehe Bericht auf Seite Kreis und Region).

Im Islam ist das Fastenbrechen der abendliche Abschluss eines Fastentages während des Ramadans mit dem Abendgebet bei Einbruch der Dunkelheit. Der Ramadan ist der Fastenmonat (vier Wochen) der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders. Es ist üblich und segensreich, das Fastenbrechen in größeren Kreisen durchzuführen und Gäste, Verwandte, Nachbarn, Bekannte und insbesondere Bedürftige dazu einzuladen, erklären Büsra und Saliha Yoldas.

Beide hatten das gemeinsame Fastenbrechen am Samstagabend ab 22 Uhr organisiert. Hierzu hatten sie auch kleine Einladungskarten, in deutscher, englischer und arabischer Sprache in der Magdeburger Straße bei Flüchtlingen verteilt. „Wir sind von Tür zu Tür gegangen“, berichtet Saliha. Auch im Flüchtlingscafé und beim Deutschunterricht, wo beide ehrenamtlich tätig sind, hatten sie die Einladungen verteilt. Mit ungefähr 80 Menschen aus verschiedenen Ländern hatten sie gerechnet und auch entsprechend aufgebaut und vorbereitet. „Als wir dann einige Flüchtlinge abholen wollten, wurde uns von der Polizei mitgeteilt, dass wegen eines Zwischenfalls die Magdeburger Straße gesperrt sei und niemand hinein oder hinaus dürfe. Wir freuen uns daher umso mehr, dass einige Flüchtlinge den Weg zu uns geschafft haben“, so die beiden sehr engagierten jungen Damen.

Nachdem das Abendgebet gesprochen war, konnten alle an den reichlich gedeckten Tischen Platz nehmen. Viele leckere Spezialitäten, die für manchen auch eine neue kulinarische Erfahrung waren, standen zur Auswahl. In einer gemütlichen und heiteren Atmosphäre wurden Gespräche geführt und neue Bekanntschaften geschlossen. Dass es an nichts fehlte, dafür sorgten die Gastgeber indem sie stets nachreichten und immer wieder zum Mitessen aufforderten.

hem

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