Umzug an die Hainkämpe naht / Schluss mit gefährlicher Enge und schlechter Lage

„Floriansjünger“ freuen sich auf neues Haus

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Der Neubau an der Hainkämpe nimmt Formen an.

Mit Verspätung und höheren Kosten wird Baden ein Wunsch erfüllt werden: Das neue Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet an der Hainkämpe nimmt Formen an und soll in diesem Jahr noch eingeweiht werden, wie Steffen Zorn, Baufachbereichsleiter der Stadt, auf Anfrage versichert.

Baden - Ursprünglich sollte der Neubau schon in der ersten Hälfte des Jahres vollendet sein zu Kosten von 1,7 Millionen Euro. Doch dann explodierten die Preise in der überhitzten Baukonjunktur. Die Ausschreibungsergebnisse erschienen überteuert, falls überhaupt Firmen zu bekommen waren. Auch wenn der Stadtrat dann an einer Kostenobergrenze von 1,7 Millionen Euro festhalten wollte, war das nicht zu leisten. So wird die neue Feuerwehrzentrale sich jetzt auf mindestens 2,3 Millionen Euro belaufen.

Sie ist sicher auch überfällig, denn Badens „Floriansjünger“ haben ihre logistisch ungünstige Basis an der Bahnhofstraße, mitten im viel befahrenen Ort. Der neue Standort befindet sich dagegen am Rande des Gewerbegebietes und der Autobahnanschlussstelle Achim-Ost, was für Einsätze in heimischen Betrieben und auf der A 27 günstig ist.

Schwerwiegender noch als die verkehrsungünstige Lage dürfte sein, dass im Feuerwehrhaus an der Bahnhofstraße die Garagen für die Fahrzeuge und die sich umziehenden Feuerwehrleute viel zu eng sind, was nicht nur unbequem, sondern auch gefährlich ist. Noch nicht einmal ein Spind für einen Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau ist selbstverständlich, zwei Einsatzkräfte müssen sich einen Spind teilen.

Bei Einsätzen wird es in Zukunft zudem keine Begegnungen mehr geben zwischen Feuerwehrkameraden, die mit ihren Wagen zum Feuerwehrhaus eilen, und Einsatzfahrzeugen, die dieses gerade verlassen. Zukünftig werden die Feuerwehrfahrzeuge zu ihren Einsätzen auf die Straße Badener Holz ausfahren, während die freiwilligen Helfer mit ihren Privatwagen die Zentrale über die Straße Hainkämpe erreichen.

Zieht das Rote Kreuz ins alte Feuerwehrhaus an der Bahnhofstraße? 

So blicken die Blauröcke ihrem neuen Domizil schon mit Freude entgegen, manche haben schon digital ihren Wunsch für einen Spind angemeldet bei der Feuerwehr, die auch auf Facebook und Instagram unterwegs ist.

Auch unter beengten und ungünstigen Verhältnissen ist Badens Feuerwehr mit rund 80 Einsatzkräften mit hohem Engagement unterwegs, was auch jüngste Einsätze zeigen: bei Bränden, Bäumen auf der Straße, Unfällen, Hund im Auto oder Evakuierung eines Patienten aus seiner Wohnung. Bei Wetterkapriolen wie Sturm, Platzregen, Wald-, Böschungs- oder Moorbrand sind die freiwilligen Helfer ebenfalls unterwegs. Mehr als 60 Einsätze verzeichneten die Badener in den vergangenen Jahresstatistiken. In rund zehn Fällen handelte es sich um Fehlalarme. Pluspunkte sammelt die Ortsfeuerwehr zudem mit ihrer vorbildlichen Nachwuchsarbeit. Jeweils mehr als 20 Jungen und Mädchen sind in der Kinderfeuerwehr und Jugendwehr, wo sie Gemeinschaft und Abenteuer bei Zeltlagern und Ausflügen erleben und bei kleinen Übungen und Wettkämpfen Geschicklichkeit üben und schon einmal mit dem Know-how eines künftigen Feuerwehrmannes vertraut werden.

Mit dem neuen Standort Hainkämpe wird die Stadt eine neue Nutzung für das alte Gebäude an der Bahnhofstraße suchen müssen. Hier ist sie in aussichtsreichen Gesprächen mit dem Kreisverband des Roten Kreuzes, das mit kleinerem Gebäude ja schon Nachbar ist. „Wir wollen das alte Feuerwehrgebäude auf jeden Fall loswerden“, sagt Fachbereichsleiter Steffen Zorn.

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