Jane Bauscher setzt auf Partnerübungen

Fitness für Hund und Herrchen

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Gemeinsam kräftigen Hündin Bella und Besitzerin Jane Bauscher ihre Muskulatur. 

Achim - Von Sandra Bischoff. Sport hat für Jane Bauscher schon immer eine Rolle gespielt. Als vor einigen Jahren Mischlingshündin Bella ins Leben der Achimerin trat, war es vorbei mit Tanzen, Yoga und Fitnessstudiobesuchen. „Ich habe viel mit dem Hund gemacht, auch Hundesportkurse besucht, aber das reichte mir körperlich nicht. Aber für mein eigens Training fehlte mir die Zeit“, berichtet Bauscher. Acht Stunden im Büro vor dem Computer trugen zudem nicht unbedingt zur Fitness bei. Durch eine Kollegin kam sie auf die Idee, sich zur Fitnesstrainerin für Hund und Halter ausbilden zu lassen.

Seit vergangenem Herbst bietet die 37-Jährige in Achim Kurse für Mensch und Tier an. Ausdauer und Kräftigung stehen dabei im Mittelpunkt. In den Einsteigerangeboten ist Walken angesagt, für fortgeschrittene Zwei- und Vierbeiner steht Joggen auf dem Programm. Bänke, Baumstämme und alles andere, was in der Natur zu finden ist, dienen als Fitnessgeräte für Mensch und Tier.

Anfangs absolvieren Frauchen beziehungsweise Herrchen und Bello die Übungen nacheinander. Ziel ist es laut Bauscher aber, die Übungen nach einer gewissen Zeit des Trainings parallel auszuführen. „Der Hund kann sich beispielsweise mit den Vorderpfoten auf einer Bank abstützen, während der Mensch daneben Liegenstütze macht“, sagt die Trainerin. Während der Hund durch die Haltung die Muskulatur seiner Hinterläufe trainiere, kräftige der Halter seine Oberarme. Etwas anspruchsvoller sind die Partnerübungen, bei denen sich der Hund mit den Vorderbeinen auf dem Rücken des Menschen abstützt, während dieser die Liegestütze am Boden absolviert.

Bauscher, die in der Marketingabteilung des Schulungszentrums für Hundetrainer in Großenkneten tätig ist, legt nach eigenen Aussagen viel Wert darauf, ohne Druck zu arbeiten. „Der Hund muss nicht alles können oder mitmachen wollen, vielmehr steht der Spaß im Vordergrund, gemeinsam Neues auszuprobieren.“ Um die Erziehung des Tieres gehe es in ihren Kursen ebenfalls nicht. „Ich bin keine Hundetrainerin.“

Die 37-Jährige bezeichnet sich selber nicht als Sportfreak: „Ich kenne das Gefühl, dass man sich aufraffen muss, um sich zu bewegen.“ Deswegen setzte sie auf Gruppenangebote: „Das macht einfach viel mehr Spaß.“

Ein gewisses Maß an Sozialverträglichkeit sollte der Hund mitbringen, ansonsten gebe es keine Voraussetzungen, denn die Übungen seien für jedes Duo anpassbar. Auch Tiere mit chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Hüftdysplasie seien willkommen. „Gerade für solche Hunde sind Bewegung und Kräftigung wichtig, allerdings sollte man vorher mit dem Tierarzt absprechen, welche Übungen man vermeiden sollte.“

Weitere Infos, auch zum Schnupper-Workshop Mitte Juni, gibt es im Internet.

www.fitmitbella.de

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