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„Fisch muss schwimmen“: Musik, Comedy und Poetry Slam für alle

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Von: Lisa Duncan

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Sonne und Freibad – wie lässt sich das noch toppen? Die Veranstalter von „Fisch muss schwimmen“ hätten da so eine Idee. Voller Vorfreude blicken auch Kasch-Mitarbeiter Dennis Meinken (v.l.), Sabine Schulz und Kirsten Jäger vom städtischen Eigenbetrieb Achimer Bäder, Luca Tietje vom Kasch sowie Stefanie Gebers von Solight auf das Festival.
Sonne und Freibad – wie lässt sich das noch toppen? Die Veranstalter von „Fisch muss schwimmen“ hätten da so eine Idee. Voller Vorfreude blicken auch Kasch-Mitarbeiter Dennis Meinken (v.l.), Sabine Schulz und Kirsten Jäger vom städtischen Eigenbetrieb Achimer Bäder, Luca Tietje vom Kasch sowie Stefanie Gebers von Solight auf das Festival. © Duncan

Achim – Sommer, Sonne, Freibad, dazu ein Konzert- und Comedy-Programm – mit diesem Konzept geht das Open-Air-Festival „Fisch muss schwimmen“ in Achim in die zweite Runde. Diesmal mit dem Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) als alleiniger Veranstalter. Bei der Premiere 2021 war die Unternehmergemeinschaft Achim (Uga) noch offizieller Kooperationspartner. Diesmal tritt die Uga als Unterstützer nur leise im Hintergrund auf. Die technische Ausführung und zum Teil auch die Akquise der Künstler hat die Firma Solight übernommen. Stattfinden soll das viertägige Spektakel noch während der Sommerferien, vom 11. bis 14. August, im Achimer Freibad.

Eine weitere Neuerung hängt mit dem weitgehenden Wegfall der Corona-Beschränkungen zusammen: „Ausweis vorzeigen und 2G-Regel fallen nun weg. Wir können das Festival in dieser wundervollen Location also unter relativ normalen Bedingungen starten“, betont Dennis Meinken vom Kasch beim Pressegespräch. Als klar war, dass das „Fisch muss schwimmen“-Festival wiederholt werden soll, hatte das Kasch diverse Förderanträge gestellt. Gesichert ist nun die Förderung durch Bundesmittel („Neustart Kultur“) und das Programm „Niedersachsen dreht auf“, das über den Landschaftsverband Stade läuft. Neben der Abteilung Achimer Bäder der Stadt Achim, die den Spielort zur Verfügung stellt, wird das Festival zudem durch die Volksbank und die Stadtwerke Achim finanziell unterstützt. „Durch die Förderung können wir die Tickets zu niedrigen Eintrittspreisen anbieten und brauchten keine weiteren Sponsoren“, so Meinken. Zwischen zehn und 29 Euro kostet ein Tagesticket. Wer an allen Tagen kommen will, ist mit 59 Euro dabei.

Vergangenes Jahr war die Zuschauerzahl wegen Corona auf 250 begrenzt, diesmal dürfen bis zu 450 Leute ins Achimer Freibad kommen. Obwohl das Kasch bisher nur über soziale Netzwerke geworben hatte, seien um die 90 Karten bereits weg. „Ich kann nur raten, schnell zu sein“, sagt Solight-Mitarbeiterin Stefanie Gebers.

Gleich am Donnerstag, 11. August, bekommt das Achimer Publikum eine kleine Sensation geboten: Für die Eröffnung ab 19 Uhr sind Fools Garden als Headliner gesetzt, die mit „Lemon Tree“ in den 90er-Jahren einen Welthit landeten. Als Anheizer bespielen Maël & Jonas die Bühne. Fernsehzuschauern dürften sie aus der TV-Show „The Voice of Germany“ oder durch den Vorentscheid für den Eurovision-Song-Contest bekannt sein.

„Werner Momsen ihm seine Disco-Show feat. Boerney & die Tri Tops“ steht am Freitag, 12. August, ab 20 Uhr auf dem Plan. Klappmaulkomiker Momsen, hinter dessen Schandmaul Puppenspieler Detlef Wutschik steckt, schlüpft in die Rolle der 70er-Jahre TV-Legende Ilja Richter. Dazu präsentieren Boerney und seine Band nicht nur die Hits, sondern auch stilechte, schrille Outfits – von ZZ Top bis Suzie Quatro. „Eine Show mit Unterhaltungs- und Tanzcharakter“, verspricht Meinken. Die Top-40-Band gastierte zuletzt mit großem Erfolg beim Kasch-Jubiläum 2015.

Der Samstag steht laut Luca Tietje vom Kasch „im Zeichen der Jugend“. Mit einem poetischen Klubnachmittag fängt der Festivaltag um 15 Uhr an. Um 18.30 Uhr eröffnet die Achimer Formation Zeyra den „Hip-Hop-Weekender“, gefolgt von Tym, die Tietje zufolge „seit 2010 im Business sind“. Der Headliner an diesem Abend heißt Megaloh. Der „Old-School“-Hip-Hoper ist kein Unbekannter: So tritt er dieses Jahr etwa auf dem Hurricane in Scheeßel auf. „Weil das Hurricane offiziell ausverkauft ist, dürfen wir raus mit der Info“, erzählt Dennis Meinken. Das Kasch will mit dem „Hip-Hop-Weekender“ gezielt junge Leute ansprechen. „Wir sind gespannt, wie das so angenommen wird“, so Meinken.

Am Sonntagvormittag liegt der Fokus auf Familien: „Die Blindfische“ wollen zeigen, dass gut gemachte Musik für Kinder auch anders klingen kann als Rolf Zuckowski. Das Konzert beginnt um 11 Uhr, Einlass ist ab 9 Uhr. Inhaber eines Konzerttickets können dann nämlich den Schwimmbetrieb nutzen. Nach einer Pause geht es um 15 Uhr auf der Bühne weiter: zuerst mit Singer/Songwriter Fabian Haupt, dann mit Mainfelt. „Folk im Stil von Mumford und Sons“ spielt das Duo laut Meinken. Zum Abschluss gibt es alte und neue Musik von den Brüdern Kai und Thorsten Wingenfelder, ehemals Fury in the Slaughterhouse. Fortuna spielte Uli Borcherdt von Solight, der den Kontakt herstellte, dabei ein bisschen in die Karten. „Wingenfelder hatten wegen pandemiebedingter Terminverschiebungen zufällig im August Zeit“, so Stefanie Gebers.

Das Festivalgelände ist teilbestuhlt, Sitzplätze sind, anders als 2021, frei wählbar und auch gastronomisch soll für alle etwas geboten werden. „Wer möchte, kann sich auch Picknickdecke oder Campingstuhl selbst mitbringen“, sagt Badleiterin Sabine Schulz. Im sonnenverwöhnten August sei die Chance, dass der Rasen trocken bleibt, relativ hoch. Und wenn’s doch regnet? „Dann haben wir Wacken“, bemerkt Gebers scherzhaft.

Info und Vorverkauf:

www.fms-achim.de oder

www.kasch-achim.de

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