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„Fest der Herzlichkeit“ für Kriegsflüchtlinge in Achim

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Von: Michael Mix

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Freuen sich auf das Willkommensfest für ukrainische Flüchtlinge am Sonntag, 8. Mai, im Freibad: (von links) Bürgermeister Rainer Ditzfeld, Torsten Meinecke, Vorsitzender des Vereins „Cook & Help“, und Erster Stadtrat Daniel Moos.
Freuen sich auf das Willkommensfest für ukrainische Flüchtlinge am Sonntag, 8. Mai, im Freibad: (von links) Bürgermeister Rainer Ditzfeld, Torsten Meinecke, Vorsitzender des Vereins „Cook & Help“, und Erster Stadtrat Daniel Moos. © Mix

Achim – Bisher haben nach Angaben der Stadt rund 100 ukrainische Kriegsflüchtlinge, fast ausschließlich Frauen und Kinder, in Achimer Privathaushalten zumindest vorübergehend eine Bleibe gefunden. Für 100 weitere Menschen, die ihrer osteuropäischen Heimat notgedrungen den Rücken kehren, soll demnächst die Sporthalle in Uphusen als Sammelunterkunft hergerichtet werden.

Die Stadt und weitere Akteure, allen voran der Verein „Cook & Help“, wollen die bedrückende Situation der Geflüchteten und Vertriebenen ein klein wenig aufhellen. „Wir laden die ukrainischen Gäste in Achim zu einem Willkommensfest am Sonntag, 8. Mai, ins Freibad ein“, informierte Bürgermeister Rainer Ditzfeld am Donnerstag bei einem Pressegespräch im Ratssaal.

Noch vor dem offiziellen Saisonstart der Schwimmstätte soll den Besucherinnen und Besuchern dort von 15 bis 18 Uhr ein buntes Programm geboten werden, zu dem Vereine und Organisationen der Stadt beitragen wollen. Ditzfeld nannte unter anderem die Achimer Tafel, die DLRG und den Präventionsrat. Den Löwenanteil zu dem Fest wird jedoch „Cook & Help“ beisteuern.

„Wir helfen mit unserem Verein Obdachlosen und allen Bedürftigen und wollen nun mit Leuten aus der Ukraine, die in Sammelunterkünften oder Privathaushalten in Achim untergebracht sind, sowie deren Angehörigen feiern“, erläuterte Vorsitzender Torsten Meinecke beim Pressegespräch seine Idee für die Benefizveranstaltung. „Es soll ein Fest der Herzlichkeit werden“, merkte er an.

Getreu der Redensart „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ will Profikoch Meinecke mit seinem Team am 8. Mai im Freibad eine Menge Nahrhaftes auffahren. „Wir bauen drei Grillstationen auf. Und es gibt auch einen Eis-, Hähnchen- und Getränkewagen sowie Kaffee und Kuchen“, verriet er schon mal. Kinder sollen sich an dem Nachmittag auf einer Hüpfburg und bei verschiedenen Spielangeboten vergnügen können. Auch Livemusik sei geplant.

„Wer möchte, kann dann natürlich auch schwimmen und baden“, ergänzte Ditzfeld. Zusammen mit Meinecke freute er sich, dass zahlreiche Firmen das Willkommensfest sponsern. Der Bürgermeister berichtete außerdem, dass sieben oder acht Russisch sprechende Dolmetscherinnen und Dolmetscher dabei sein werden.

Und spannte den Bogen bei dem Thema anschließend noch etwas weiter. „Alle, die noch Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen oder sich sonstwie in der Ukraine-Hilfe ehrenamtlich engagieren wollen, sind bei der Stadt willkommen“, sagte Ditzfeld. Die Freiwilligenagentur im Rathaus nehme unter Telefon 9160550 oder per E-Mail (freiwilligenagentur@stadt.achim.de) gerne weitere Angebote entgegen. Denn während die ersten ukrainischen Kinder Schulen und Kindergärten in Achim besuchten, müssten ja möglichst schnell auch Deutschkurse für die Erwachsenen organisiert werden. „Das ist wegen Corona etwas schwierig. Aber wir werden eine Lösung finden müssen.“

Weil an diesem Wochenende der Bund nahezu alle Verordnungen zur Pandemie auslaufen lasse, habe die Stadt übrigens ihren Corona-Krisenstab am Donnerstag aufgelöst, teilte Ditzfeld weiter mit. Aber es gibt ja längst einen neuen Brennpunkt, bei dem nicht zuletzt die Kommunen stark gefordert sind. „Nächste Woche wird erstmals der Ukraine-Krisenstab im Rathaus tagen“, kündigte der Bürgermeister an. Neben den Verantwortlichen aller Fachbereiche der Stadtverwaltung gehörten unter anderem auch Eric Stellmacher, Leiter des Bürgerzentrums im Magdeburger Viertel, sowie Vertreter der Polizei dem Gremium an.

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