Tag des Einbruchsschutzes

Fenster aufhebeln: Alle dürfen's ausprobieren

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Vor dem Einbruchsschutz-Infostand auf dem Wochenmarkt: Achims Polizeichef Thorsten Strier, Polizei-Kontaktbeamtin Katja Brammer, Heide Cordes aus der Stadtverwaltung (mit Einbruchswerkzeug ) und Polizeioberkommissar Andreas Kruse aus Verden (von links). Sie alle hoffen auf zahlreiche Besucher der Veranstaltungen zum Tag des Einbruchsschutzes am 30. Oktober in der Realschule. 

Achim - Besucher am „Tag des Einbruchschutzes“ in Achim dürfen auch selber versuchen, Fenster aufzuhebeln – um vielleicht herausfinden, wie einfach das manchmal ist. Vor allem, wenn diese Fenster „auf Kipp“ stehen. Das Programm am 30. Oktober in und bei der Realschule enthält zwischen 11 und 17 Uhr aber noch viele weitere Punkte. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Präventionsrat und die Stadt Achim laden herzlich zur Veranstaltung am letzten Oktobersonntag ein.

Gerade zum Beginn der „dunklen Jahreszeit“ gewinne das Thema Einbruchsschutz und Wachsamkeit zunehmend Bedeutung, meinte Heide Cordes aus der Stadtverwaltung im Pressegespräch zu der Veranstaltung.

Der Achimer Polizeichef Thorsten Strier wies zwar darauf hin, dass nach rapidem Anstieg der Achimer Einbruchszahlen im Jahr 2012 sich die Lage auch durch Ermittlungserfolge normalisiert habe. Strier erwähnte dazu auch, dass drei Bürgerinnen für beherztes Verhalten und Wachsamkeit bei Einbruchsgefahr sogar mit dem Zivilcourage-Preis der Stadt ausgezeichnet worden seien.

Dass aber im Herbst und Winter häufiger ungebetene Besucher kommen als in den hellen Sommermonaten, gelte nach wie vor. Im Schutz der frühen Dunkelheit fühlten sich Täter offenbar sicherer und könnten sich zudem beim Ausspähen von Zielen leichter orientieren. Stichwort: Wohnungen oder Häuser, in denen kein Licht brennt. Auch hier gibt es aber technische Möglichkeiten, durch die kriminelle Beobachter getäuscht werden.

Immerhin noch 128 Wohnungseinbrüche in Achim verzeichnet die Polizeistatistik 2015.

Eröffnung um 11 Uhr

Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Strier eröffnen um 11 Uhr die Veranstaltung. Um 11.30 Uhr spricht Kriminaloberkommissar Joachim Kopietz von der Polizeiinspektion Verden /Osterholz über das Projekt „Wachsamer Nachbar“.

Auch in Achim wird es fortgesetzt. Polizeibeamte in Einbrecherkluft sind dabei jeweils in Wohngebieten unterwegs und verhalten sich bewusst verdächtig, damit Anwohner Gefahr wahrnehmen und auch darauf reagieren – am besten gleich mit einem Anruf bei der Polizei.

Um 12.30 Uhr schließt sich am 30. Oktober der Kopietz-Vortrag über „technische Sicherungsmöglichkeiten“ an. Gegen 13.15 Uhr werden ein Einbruch simuliert und dazu auch Alarmanlagen vorgeführt.

„Phänomen Einbruch, Belastung der Opfer, Tätertypen“ – damit beschäftigt sich in der Realschule Gina Wollinger vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen als Gastrednerin ab 14.30 Uhr.

Neben Polizei und Präventionsrat ist auch die Opferschutz-Organisation „Weißer Ring“ mit einem Stand vertreten. Informationen zu Fördermöglichkeiten bei Einbruchsschutz sind zu bekommen – und es gibt nicht zuletzt eine Ausstellung über Sicherheitstechniken, Alarmanlagen sowie Einbruchswerkzeuge.

Tischlereien aus Achim, Oyten und Verden sowie Sicherheitsfirmen aus Oyten, Lilienthal und Bremen, deren Produkte zum Einbruchsschutz vom Landeskriminalamt (LKA) zertifiziert sind und deren Mitarbeiter auf diesem Feld speziell geschult wurden, präsentieren sich hier.

Die Moderation am 30. Oktober übernimmt Polizeioberkommissarin Yvonne Totz. 

 la

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