Fast 900 Betriebe erhalten „Einer(r) von uns“-Broschüre Achimer Zehntklässler

„Mit Hauptschulabschluss habt ihr heute gute Chancen“

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Schülersprecher Ahmet Bulut (Mitte), sowie Klassensprecher Jannis Spille aus der 10a und Klassensprecherin Jennifer Alenberg aus der 10 b nahmen die ersten Exemplare der „Eine(r) von uns“-Bewerbungsbroschüre 2015/2016 entgegen. Diese überreichten hier im Forum der Liesel-Anspacher-Schule, von links: Henry Och, Rotary Club Achim; IHK-Geschäftsstellenleiter Siegfried Deutsch, Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Jens Wacker und Schulleiter Dominik Lerdon.

Achim - An fast 900 Ausbildungsbetriebe in Achim und im übrigen Landkreis habe er am Dienstag Post verschickt, verriet Siegfried Deutsch im Forum der Achimer Liesel-Anspacher-Schule den versammelten Zehntklässlern. Deutsch leitet die Verdener Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade.

Die Schüler wussten, worum es ging: Um die aktuelle, zehnte Ausgabe der Hochglanzbroschüre „Eine(r) von uns“. 43 Schülerinnen und Schüler stellen sich dieses Mal darin in Bild und Wort vor – samt jeweiliger Interessen, Stärken, bisheriger praktischer Erfahrungen und ihrer größten Erfolge.

Es ist sozusagen eine Bewerbungsmappe. Im Vorjahr noch waren „nur“ rund 500 Exemplare davon verschickt worden. Das Interesse aber scheint merklich gewachsen. Fachkräftemangel im Handwerk lautet dazu ein wichtiges Stichwort.

Auch die Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser unterstützt daher die vom Achimer Rotary-Club initiierte gemeinsame Aktion mit der Anspacher-Schule.

Handwerkerschafts-Geschäftsführer Jens Wacker war gestern im Forum dabei, als die neue Broschüre offiziell an die Schüler verteilt wurde.

Auf Schulschiff auch

Unternehmer zu Gast

Er sehe die Zehntklässler zwar nicht mehr als Hauptschüler, doch „auch mit dem Hauptschulabschluss aus Achim gibt es heutzutage wieder gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen“, hatte Schulleiter Dominik Lerdon eingangs bekräftigt. .

Viele Betriebe wüssten längst, welche hervorragenden berufsorientierende Grundlagen gerade an dieser Schule in Achim gelegt würden. Das reiche von der persönlichen „Potentialanalyse“ für Schüler der siebten Klassen über Betriebs- und soziale Praktika und Berufsberatung bis eben hin zum Rotary-Projekt.

Dessen Höhepunkt waren wieder die drei gemeinsamen Tage – dieses Mal unter dem Motto „Respekt“– auf dem „Schulschiff Deutschland“ in Bremen-Vegesack. Bewerbungstraining, Fachreferate und nicht zuletzt Leben in der Gemeinschaft standen dort im Mittelpunkt.

Es seien „sehr intensive Tage“ gewesen, so Dominik Lerdon. Sogar Vertreter von Betrieben aus Achim und der Umgebung waren zu Gast und stellten Arbeitsplätze näher vor, wofür sich der Schulleiter sehr bedankte.

„Es lief gut auf dem Schulschiff, und wir haben uns auch gut verstanden“, berichtete der 16-jährige Schulsprecher Ahmet Bulut. Großen Respekt habe er zudem für die Arbeit der Ehrenamtlichen etwa vom Rotaryclub empfunden. Der dritte Tag sei aber doch etwas anstrengend gewesen, meinte die 18-jährige Klassensprecherin Jennifer Alenberg aus der 10 b.

Etwa 40 Prozent der „Eine(r) von uns“-Bewerber des vorigen Jahres hätten direkt Ausbildungsplätze gefunden, teilte der beim RotaryClub für den Bereich Berufsdienst zuständige Henry Och aus Etelsen mit.

Sehr viele andere seien auf berufsbildende Schulen in Verden oder Bremen gewechselt. Wirklich nur wenige hätten gar keine Beschäftigung nach der Schulzeit gefunden. Diese Bilanz ist Grund genug, im nächsten Jahr erneut dieses bereits preisgekrönte Projekt zur Verbesserung von Berufseinstiegschancen in Angriff zu nehmen.

la

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