Ex-Uta-Markt steht seit Ende 2013 leer / Verzögerung durch neuen Bauantrag

Uesen soll den größeren Supermarkt bald bekommen

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Die linke Geschäftshalle ist schon seit Ende 2013 für Rewe-Hauptig in Uesen frei.

Uesen - Von Manfred Brodt. Die Kreuzung ist nicht nur wegen des legendären Grünen Jägers ein Begriff, sondern mit kleinen Geschäften und insbesondere auch dem Rewe-Markt ein gefragter Einkaufsort. Der wollte und sollte sich schon nach der Schließung des angrenzenden Uta-Heimdecor-Marktes Ende 2013 erweitern, doch geschehen ist bisher nichts.

Das regt die Fantasie der Menschen an und führt zu Vermutungen, denen wir recherchierend nachgegangen sind.

Schließlich bot sich die Nutzung des ehemaligen Uta-Gebäudes, das nur durch eine Wand getrennt ist, über einen gemeinsamen Parkplatz verfügt und vom Voreigentümer Benno Grunenberg aus Altersgründen aufgegeben wurde, doch an. Schließlich hatte auch Markus Hauptig mit seinem 1350 Quadratmeter großen Rewe-Markt durchaus Bedarf an der zusätzlichen Fläche von 800 Quadratmetern bekundet.

Es lief ja auch alles wie am Schnürchen. Der Achimer Stadtrat passte den Bebauungsplan für die Erweiterung des Rewe-Marktes völlig problemlos an. Es war und ist ja auch erklärtes Ziel der Stadtpolitik, die ortsnahe Versorgung der Bevölkerung insbesondere mit Artikeln des täglichen Bedarfs sicherzustellen. Der Bauantrag wurde ebenso schnell vom Kreis im letzten Winter problemlos genehmigt.

Warum wurde nicht gebaut? Sollte da jemand kalte Füße bekommen haben? Schließlich hat Rewe ja auch das schon vor Jahren im Gewerbepark Uesen gekaufte große Grundstück für ein Penny-Logistik-Zentrum bis heute nicht bebaut und die Pläne auf Eis gelegt. Die Verzögerung beim Ueser Supermarkt hatte andere Gründe, wie uns der mit der Angelegenheit betraute Architekt Kai Struckmann (Verden) informiert.

Nach der Genehmigung des ersten Bauantrages hatte Rewe neue Ideen zur Optimierung des neuen, größeren Supermarktes. Der Laden sollte zum Beispiel noch seniorengerechter sein, breitere Gänge haben, offener gebaut sein, die Kühltechnik sollte energiesparender gestaltet werden, und manches andere. Alles ging ein in einen neuen Bauantrag, der auch einen veränderten Brandschutz erforderte.

Doch auch da zeigte sich die Genehmigungsbehörde Kreis nach den Worten des Architekten unkompliziert und unbürokratisch. Auch der veränderte Bauantrag wurde Ende Mai genehmigt.

So steht der lange erwarteten und erhofften Erweiterung des Rewe-Marktes nichts mehr im Wege. Da der vorhandene Markt während der Umbauarbeiten nicht geschlossen werden soll und auch die Urlaubspläne des Personals berücksichtigt werden sollen, wird mit den Arbeiten für die Erweiterung im Winter 2015/16 begonnen werden, so dass der neue Ueser Rewe mit mehr als 2000 Quadratmetern im Frühjahr 2016 eröffnen könnte. Markus Hauptig freut sich: „Ich brauche doch die Fläche“.

Also kein Stoff für Gerüchte.

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