Nachfolgegruppe von The Secnd und zwei weitere Bands

Minifestival „Koala & Friends“: Eukalyptusfreunde von der Weser

Fünf Freunde, die zusammen Musik machen: Die fünf Musiker von Koala schätzen, neben ihrem Bandproberaum, an Achim auch die Gartenidylle mit Vogelgezwitscher.

Achim - Von Lisa Duncan. Sie sind Freunde, sie machen leidenschaftlich gern zusammen Musik und sie fühlen sich an der Weser tief verwurzelt: „Wir sehen uns als Achimer Band“, sagt Marcel Heym, Gitarrist von Koala über die frisch formierte, fünfköpige Gruppe. Nach Casting Louis und The Secnd, zwei erfolgreichen musikalischen Projekten, haben sich die Brüder Patrick und Marcel Heym neue Mitstreiter gesucht (Marc Bischoff, der ebenfalls Achimer ist, Michael Tsogias aus Bremen und Ferdinand Schwartz aus Nürnberg). Aus dem Probenkeller in Achim, wo sich ihre Wege regelmäßig kreuzen, treibt es die neue Band nun auf die Bühne. Von deren musikalischer Bandbreite, die von Alternative Pop bis Rock reicht, bekam das Publikum bereits Ende März im „Wachtelkönig“ einen Eindruck. Am Freitag, 26. April, um 20 Uhr, steht ein Mini-Bandfestival im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) an. Mit „Koala & Friends“ präsentiert die „Haste-Töne“-Reihe drei Bands an einem Abend: Koala, Lenna und Michel Reyson.

„Zuerst dachten wir an Koala mit einer Vorband. Daraus entstand die Idee, ein kleines Bandfestival auf die Beine zu stellen“, erzählt Kasch-Mitarbeiter Luca Tietje in einer Pressekonferenz. Die Reihenfolge haben die Musiker nicht festgelegt, und Marcel Heym betont, dass sich Koala nicht in den Vordergrund spielen möchte.

Michel Reyson macht Singer/Songwriter-Pop mit dem Loop-Pedal. Der Solokünstler aus Bremen tritt gemeinsam mit einer Saxofonistin auf. Reyson gewann letztes Jahr den „Live in Bremen“-Contest. Koala hatten ihn im Anschluss als Vorband seiner Tournee bei einem Konzert im Lagerhaus begleitet. Über die Rückeinladung der Achimer ins Kasch „hat er sich sehr gefreut“, erzählt Marc Bischoff, Schlagzeuger von Koala.

Lenna aus Stuhr sind in der Region durch zahlreiche Auftritte, unter anderem bei der Breminale 2018, bekannt. Just konnten sie sich sogar auf einem Sampler zum 125. Jubiläum von Werder Bremen verewigen.

Als divers beschreiben Koala ihren Musikstil, „auch mit Einflüssen aus den 80ern von unseren Eltern“, der anhand von Patrick Heyms markanter Stimme einen hohen Wiedererkennungswert aufweise. Die deutschen Texte ermöglichten es am Besten, sich „echt und ungefiltert“ auszudrücken. Vertreten seien tiefgründige und nachdenkliche Themen genauso wie Liebeslieder.

Mit ihrem Keyboarder Ferdinand Schwartz haben sich Koala musikalisch gesehen einen Profi an Land gezogen. „Ferdinand studiert Jazz in Köln, ist aber schon hauptberuflich Musiker“, sagt Marcel Heym. Mit einem seiner Auftritte sorgte er im Netz für Aufsehen: Chris Martin von Coldplay holte ihn bei einem Konzert der Band als Gastmusiker aus dem Publikum auf die Bühne. Der Konzertausschnitt wurde zu den meistgeklickten Videos auf Coldplays Internetseite.

Doch die Prominenz Einzelner stehe nicht im Vordergrund. „Wir sind Freunde. Das war und ist das Wichtigste“, betont Heym. Das Bandprojekt begann mit drei Achimern, die sich seit der Schule, aus Zeiten von Casting Louis, kennen. „Aber zu dritt Musik machen war uns irgendwann nicht mehr genug, und so haben wir uns Ferdinand rangeholt“, erzählt Bischoff. Der Kontakt entstand über das Internet. Zum Schluss kam Bassist Michael Tsogias aus dem Bremer Freundeskreis hinzu.

„Vieles läuft in der Musikindustrie auf diese Erfolgsschiene hinaus. Wir sind einfach Kids, die sich im Keller treffen, um zusammen Musik zu machen“, erklärt Marcel Heym die Bandphilosophie. Das können sich die Fünf vor allem deshalb erlauben, weil sie beruflich gefestigt sind: Heym hat sein Auskommen als Musikproduzent in Berlin, Bischoff und Tsiogas arbeiten beim Radio. Die richtige Position, um musikalisch „zu machen, worauf wir Bock haben“ – gechillt wie ein Koala, der auf seinem Baum genügend Eukalyptusblätter gehortet hat.

Karten gibt es für zwölf Euro, ermäßigt acht Euro, beim Achimer Kreisblatt oder im Kasch (www.kasch-achim.de).

Hörprobe zum Song „Warum bist du so?“

https://www.youtube.com/watch?v=YJthTO4cH5k

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