Beschicker bedienen die Kunden zum Erntedank bis spät in den Abend hinein

Etliche schlemmen auf XXL-Markt noch im Dunkeln

Beim extralangen Wochenmarkt-zum Erntedankfest war die Achimer Fußgängerzone am Sonnabend bisweilen gut gefüllt. Als am späten Abend die Temperaturen sanken, lichteten sich die Besucherreihen. - Fotos: Hemmen

Achim - Der Achimer Wochenmarkt lockte zum Erntedankfest auch noch nach Einbruch der Dunkelheit auf die ausgefallene Schlemmermeile. Viele Beschicker hatten ihre Stände an diesem Sonnabend hübsch gestaltet und boten den Besuchern besondere Gaumenfreuden oder andere Attraktionen. Abends gab es auf dem XXL-Markt von 7 bis 22 Uhr in der Fußgängerzone sogar noch Musik.

Für Waltraud Gerken und Hannelore Meier stellten die bunt geschmückten Stände eine Augenweide dar. Besonders angetan zeigten sich die beiden Marktbesucherinnen von dem hübsch gedeckten und mit einer Erntekrone dekorierten Tisch, der neben dem Wagen der Schlachterei Oliver Wolters aufgebaut war. Kein Wunder, dass dieses „Kunstwerk“ nach dem Urteil der Marktjury mit dem ersten Preis für den am schönsten geschmückten Stand prämiert wurde.

Aber auch andere Händler hatten sich für den außerordentlichen Markttag ins Zeug gelegt. So bot Frank von Knebel an seinem Obst- und Gemüsestand Marmelade aus eigenem Anbau und frisch gepressten Orangensaft feil. Christian Pierskalla von der Wesermühle aus Hagen Grinden zog Kunden mit hochwertigen Ölen aus verschiedenen Rohstoffe an.

Turbulent ging es beim Kinderpavillon zu. Dort backten Elftklässler des Gymnasiums am Markt Waffeln und drehten Zuckerwatte, um mit den Einnahmen die „Abifetenkasse“ aufzubessern. Saskia Zwilling, Lea Dinklage und Sabrina Peters hatten alle Hände voll zu tun.

Nils (4), Amy (4) und Jamie (7), die an der Gulaschkanone anzutreffen waren, schnippelten fleißig Gemüse für Suppe. Wer die essen sollte, wusste Nils auf Anhieb. „Die Eltern“, war seine Antwort.

Technik- und Nostalgiefreunde waren bei Hermann Fehsenfeld und dessen alten Traktoren genau richtig. Das THW, sonst bestens ausgerüstet, zeigte wie ohne technische Hilfsmittel eine stabile Holzverbindung nur mit Hammer und Meißel erstellt werden kann. Der Nabu informierte darüber, wie der Garten ohne Torf für den Herbst und Winter vorbereitet werden kann. Und während Eltern gerne Oliven, Käse, Falafel und andere Köstlichkeiten probierten, malten Kinder in Cordes Bauernstand bunte Gesichter auf Kürbisse.

Am späten Nachmittag versammelten sich Marktbeschicker und -besucher im Rathausfoyer zum Erntedankgottesdienst. Musikalisch begleitet von den Achimer Turmbläsern, gab die evangelischen Pastorin Marina Kortjohann zu bedenken, dass viele landwirtschaftliche Betriebe bei den derzeitigen Einnahmeerlösen nicht überleben könnten.

Der Ausklang des langen Markttages war den DJs vorbehalten. An drei Stationen sorgten sie für Unterhaltung. In einer halbwegs belebten Innenstadt wurden nun die Burger aus dem Smoker, die Getränke-, Fisch- und Wurststände verstärkt in Anspruch genommen.

Schlemmermeile zum Erntedank in Achim 

Das Resümee der Marktmeister Klaus Uellendahl und Myriam-Yasmin Selter fiel durchwachsen aus. „Gerne hätten wir ein paar mehr Besucher gehabt, aber wir sind nicht unzufrieden.“

hem

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