Schuhmaschinenbauer baut neue Produktionsstätte

Desma: Erster Spatenstich für „Fabrik der Zukunft“

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Gaben mit dem symbolischen ersten Spatenstich den Startschuss für das Neubauprojekt: Bürgermeister Rainer Ditzfeld, Jan Funke und Anjani Willing (Baufirma Goldbeck), Professor Heinz Jörg Fuhrmann (Vorstandsvorsitzender Salzgitter AG), Klaus Freese (Desma-Geschäftsführer) und Landrat Peter Bohlmann (v.l.).

Achim - Die letzten Kampfmittelsondierungen sind abgeschlossen, und die Erdarbeiten laufen. Seit Ende Mai rollen die Bagger, um das Baufeld an der Desmastraße vorzubereiten. Gestern Vormittag erfolgte mit dem symbolischen ersten Spatenstich der offizielle Baubeginn für die „Fabrik der Zukunft“ der Firma Desma Schuhmaschinen. Auf dem Gelände soll eine 12.000 Quadratmeter große Produktionshalle entstehen, auf weiteren 4.500 Quadratmetern Büroräume.

Der nach eigenen Angaben weltweit führende Hersteller von Maschinen und Anlagen zur industriellen Schuhfertigung, bereitet sich damit auf die zunehmenden Herausforderungen des globalen Marktes vor, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Zusätzlich solle die Wettbewerbsfähigkeit weiter gesteigert werden.

Beim offiziellen Start des Bauvorhabens griffen Professor Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter AG, zu der die Desma gehört, Bürgermeister Rainer Ditzfeld, Landrat Peter Bohlmann, Desma-Geschäftsführer Klaus Freese sowie Jan Funke und Anjani Willing vom Bauunternehmen Goldbeck zum Spaten.

„Wir sind in den vergangenen zwei Jahren stark gewachsen und in den alten Produktionshallen an unsere Kapazitäts- und Raumgrenzen gestoßen“, nennen die Geschäftsführer Klaus Freese und Christian Decker die Gründe für den Bau.

Eine „Fabrik der Zukunft“ entsteht an der Desmastraße.

Auf dem insgesamt 93 000 Quadratmeter großen Firmengelände stehen zurzeit noch zahlreiche Gebäude unterschiedlichen Alters. „Aufgrund unserer alten und sehr heterogenen Gebäudestruktur haben wir uns entschlossen, neu zu bauen“, berichtet Freese. „Mit dem Neubau wollen wir noch effektiver und produktiver werden und unseren Mitarbeitern verbesserte Arbeitsbedingungen bieten.“ Damit sichere das Unternehmen am Standort Achim die derzeit 260 Arbeitsplätze.

Die „Fabrik der Zukunft“ besteht aus einem kombinierten Produktions- und Bürokomplex, der auf dem Firmengelände südöstlich der vorhandenen Gebäude gebaut wird. Am Kopf einer 12 000 Quadratmeter großen Produktionshalle wird ein dreigeschossiges Bürogebäude in U-Form realisiert, das auf einer Fläche von 4 500 Quadratmetern Büro- und Sozialräume enthält. Darüber hinaus wird dort auch eine Cafeteria untergebracht.

Beim symbolischen Spatenstich erklärte Geschäftsführer Klaus Freese, er sei sehr stolz, das Projekt realisieren zu dürfen. „Mit den neuen Gebäuden sind wir bestens auf die steigenden Anforderungen des Marktes vorbereitet“, sagte er vor Mitarbeitern und geladenen Gästen. „Bisher haben wir mit unseren Gebäuden noch niemanden begeistert, das soll sich jetzt ändern“, so Freese. Ziel sei es ebenfalls, die Kunden durch die Investition davon zu überzeugen, dass das Unternehmen auch langfristig ein guter Partner sei.

So werden in der neuen Produktionshalle neben dem Lager und der neuen Malerei die Vor- und Endmontage arbeiten. Zudem finden hier der Showroom und das Innovation Center Platz, in dem Desma neueste technologische Entwicklungen testet und präsentiert.

Professor Fuhrmann bezeichnete das Unternehmen als innovativ, international und bodenständig. „Das wird hier deutlich, denn hier wird alles gemacht von Menschen, denen wir vertrauen und denen wir etwas zutrauen.“

Landrat Peter Bohlmann (SPD) bedankte sich für die Treue des Unternehmens zum Standort Achim und zum Landkreis Verden.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich ein Jahr dauern. Schlüsselübergabe für das neue Werk ist für Mitte Juni 2020 geplant. Danach beginnt der Umzug. Die Nutzung soll im Spätsommer 2020 beginnen.

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