Parteiloser Wolfgang Mindermann will Jugend fördern und Flüchtlingen helfen

Erster Sitz und letzter Satz

Wolfgang Mindermann: Nicht nur schnacken, machen!

Achim - Er prangt auf Plakaten und hat knackige Slogans: „Nicht nur schnacken - machen!“ und „Die Ratsstimme mit Gewicht“. Und dann noch ohne Parteibindung, die sein Denken eingrenze. Der 58-jährige Wolfgang Mindermann, der als Einzelbewerber im Bereich Achim-Ost für den Achimer Stadtrat kandidiert.

Der Kandidat hat seine ersten 19 Lebensjahre in Achim/Uesen verbracht, ist in zweiter Ehe verheiratet, Vater zweier erwachsener Söhne, hat eine Lehre als Radio- und Fernsehtechniker gemacht, zwei Jahre dem Staat als Soldat gedient. Durch weitere Qualifizierungen und Ausbildungen wie Betriebswirt des Handwerks, Kommunikationstrainer, Coaching und Personalentwicklung hat er sein berufliches Aufgabenfeld erweitert. Heute arbeitet er bei einem deutschen Global Player der Elektronikbranche als Betriebswirt und Führungskraft im Servicebereich. Seit 2001 lebt Wolfgang Mindermann in Borstel.

Nun könnte man die gut ankommenden Parolen auch als Geschnacke abtun. Bei ihm spricht aber auch sein Leben dagegen. Einer seiner Söhne lebt aufgrund einer Beeinträchtigung in der Stiftung Waldheim in Cluvenhagen, für die er sich engagiert ebenso wie für das Kinderhospiz Löwenherz. Er setzt sich für das Coaching von Jugendlichen und die Flüchtlingsbetreuung in Achim ein.

So will er Jugendliche fördern, die noch nicht wissen, wo ihre berufliche Reise hingehen soll,. Ene Art Gedankenwerkstatt und Coaching schweben ihm vor.

Für Flüchtlinge möchte er zusammen mit einem Unternehmen und dem Landkreis kostenlos eine Datenbank erstellen, die ihren Datenschutz wahrt, aber zum Beispiel Arbeitgeber über sie als potenzielle Arbeitskräfte informiert.

Der Kandidat sieht uns zu einer Lern- und Wissensgesellschaft entwickeln und hält deshalb Förderung der Kinder und der Jugendlichen vom Kindergarten über die Ganztagsschulen bis zu lebendigen und interessanten Freizeitangeboten als eminent wichtig an..

Kostet viel geld, das an anderer Stelle gespart werden sollte. Auf die Frage, wo denn gespart werden soll, beweist Mindermann Ehrlichkeit. Erstens kennt er den Achimer Haushalt noch nicht genau genug, zweitens weiß er, dass wirksam zu sparen nur beim Personal und den so genannten freiwilligen Leistungen ist. Und so fragt er rhetorisch: „Wer will schon weniger Dienstleistungen im Rathaus, weniger Bücher in der Bücherei oder eine Feuerwehr ohne Autos?“

Der Borsteler liebt Herausforderungen und ist für kreative Lösungen jederzeit zu haben. So sagt er uns leicht verschmitzt: „Ich will dem Rat bei dem ganz normalen Chaos helfen, wo ich kann.“

Eins seiner größten Hobbies ist das Singen im Brahms- Chor. Entspannung findet er aber auch bei philosophischen Gesprächen und der Gartenarbeit.

Bekannt wurde Wolfgang Mindermann durch sein Projekt „Der letzte Satz“, das er vor wenigen Jahren mit einem Partner verwirklichte. Ein Jahr lang konnten User auf einer Homepage einen Satz auf Deutsch an einem im Internet sichtbaren Satz hängen. Es erschien immer nur der aktuell gerade letzte Satz, nicht die davor. 4960 Menschen aus allen Erdteilen beteiligten sich daran, und es entstand eine zusammenhängende Geschichte, die als das Buch“Der letzte Satz“ herauskam und dem Kinderhospiz Löwenherz eine wohl fünfstellige Summe einbrachte.

mb

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