Erste Fördersumme für das Bahnhofs- und Lieken-Gebiet

Landesbeauftragte kommt mit 400.000 Euro nach Achim

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Bescheid über 400 000 Euro übergeben: Landesbeauftragte Jutta Schiecke und Bürgermeister Rainer Ditzfeld.

Achim - Die Lüneburger Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Jutta Schiecke kam gestern höchstpersönlich ins Achimer Rathaus, um den Förderbescheid über 400 000 Euro für die Städtebauförderung im Gebiet des Lieken-Areals plus Umgebung und Bahnhofstraße zu überreichen.

Aber es ging der Landesbeauftragten, die wie ihre drei Kolleginnen und Kollegen mit ihren Regionalämtern die früheren Bezirksregierungen ersetzt, auch darum, vom Achimer Bürgermeister Rainer Ditzfeld mehr über die Weserstadt zu erfahren.

Ab sofort kann die Stadt über diese Fördermittel des Programms „Stadtumbau West“ von 400 000 Euro verfügen und darf einschließlich des städtischen Eigenanteils von einem Drittel Verpflichtungen über 600 000 Euro für den Umbau des Gebietes einsetzen. Über das Programm werden städtebauliche Anpassungsmaßnahmen zur Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen gefördert. Dabei muss es sich um Gebiete handeln, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten betroffen sind.

In Achim ist die Schließung der Lieken-Brotfabrik am Achimer Bahnhof ein wesentlicher Grund.

Die Planungen für das 14,3 Hektar große Erneuerungsgebiet sehen einen Realisierungszeitraum von acht Jahren und ein Investitionsvolumen von 4,79 Millionen Euro vor. Die jetzige Bewilligung ist der erste Teilbetrag einer Fördersumme, die am Ende eine Größenordnung von 2,86 Millionen Euro erreichen soll. Mit dem Achimer Eigenanteil von einem Drittel käme man auf 4,3 Millionen Euro.

Ziel der Gesamtmaßnahme ist, dass nach dem Rückbau von Gewerbe- und Industrieflächen ein neues innerstädtisches Quartier mit vielfältigen Nutzungen wie Einzelhandel, Wohnen und Dienstleistungen entsteht.

Wie berichtet, steht ein wesentlicher Teil der Planungen bis jetzt allerdings in Frage, denn über den größten Teil des Gebiets, das gesamte Betriebsgelände der Firma Lieken, hat die Immobilien- und Entwicklungsfirma W&S auf Jahre hinaus die Verfügungsgewalt, die dort ein Einkaufszentrum mit Fachmärkten und Lebensmittelmarkt schaffen will. Das widerspricht total dem jetzigen Plan der Stadt, hinter dem die Stadtverwaltung und die Mehrheit des Rates stehen.

Bürgermeister Rainer Ditzfeld unterstrich, dass die Stadt jetzt aufgrund dieses Plans für das Lieken- und Bahnhofs-Gelände wieder das Gespräch mit den potenziellen Investoren Will und Skrabs (W&S) suchen will. „Nicht innenstadtrelevanten“ Fachmärkten für Elektronik zum Beispiel stehe man durchaus aufgeschlossen gegenüber. Gefährdungen für die Fußgängerzone zum Beispiel durch einen Lebensmittelmarkt wolle man aber nicht akzeptieren. Diese Haltung wurde während des 90-minütigen Gesprächs von der Landesbeauftragten ebenso wie die Ideen kultureller Angebote und eines Cafés im Lieken-Turm unterstützt.

mb

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