Ortsausschuss verschiebt Lösungssuche für Ueser Kreuzung auf später / Zu viele Unbekannte

Erst Kreiselbau, dann Verkehrskonzept für Uesen

Der Verkehrsstau an der Uesener Kreuzung ist seit Jahren immer wieder Thema im Ortsausschuss. Durch die Straßenbauarbeiten auf der Autobahn 27 und den Kreiselbau ist der Bereich nun zusätzlich belastet. - Foto: Brodt

Uesen - Wer glaubt, wegen der langen Rotphasen an einer Ampelkreuzung nicht voranzukommen, der kürzt ab. Zum Leidwesen der Anwohner in den kleinen Nebenstraßen. Eine Situation, die in Uesen alltäglich ist: An der Kreuzung am „Grünen Jäger“, an der zwei Hauptverkehrsadern (Verdener Straße und Uesener Feldstraße) zusammenlaufen, staut sich regelmäßig der Verkehr.

Die Folge: Ungeduldige Autofahrer nehmen daher den gefühlt kürzeren Weg über das Malerviertel (Mackensenweg/Rilkestraße/Vogelerweg). Eine Zumutung für den verkehrsberuhigten Bereich, findet Petra Geisler (SPD). Denn letztlich müssten die Anwohner später für die Straßensanierung löhnen. Außerdem diene dieser Bereich als Schulweg zur Grundschule und zum Schulzentrum. Geisler stellte daher im Ortsausschuss den Antrag, einen Teil des Viertels zeitweise zu sperren.

Die Problematik betreffe nicht nur das Malerviertel, meinte Petra Gölz (CDU) und forderte ein allgemeines Verkehrskonzept für den Ortsteil Uesen. Das sah auch Petra Geisler so.

Stefan Schuster, Verkehrsplaner in der Achimer Stadtverwaltung, verwies zunächst auf die zusätzliche Belastung durch den Ausbau der „Schwalbenkreuzung“ und der zeitlich fast parallel verlaufenden Sanierung auf der A27. Hinsichtlich der probeweisen Sperrung im Malerviertel schränkte er ein: „Ich muss die Hoffnungen und Erwartungen, die damit verbunden sind, revidieren.“ Es sei ein Trugschluss, dass Schleichverkehr eine Zeitersparnis bringe. Doch durch die Sperrung dränge man auch Anwohner in andere Straßen.

Gemäß Erhebungen der Stadt gab es seit 2011 auf der K23 eine deutliche Verkehrszunahme auf 13.000 Fahrzeuge (um 2000 Fahrzeuge). An der Achimer Brückenstraße seien in den vergangenen fünf Jahren 400 Fahrzeuge hinzugekommen. In anderen Straßen der Stadt sei der Anstieg nicht wesentlich. Was sich künftig durch Faktoren wie den Zuzug im alten Kasernengelände, die Logistikhalle von „Log4Real“ und Coca Cola tun werde, sei noch nicht abzusehen, so Schuster.

Hartmut Ketschau, beratendes Mitglied des Gremiums, fragte, wieso die Ampel nicht wie an der Einfahrt zum Gewerbegebiet mit einer Kamera ausgestattet werden könne. Dabei handle es sich um eine Ampel des Landes Niedersachsen, die teilweise über einen Investor finanziert wurde, so Schuster.

Die Stadt habe das Problem Uesener Kreuzung schon oft bei der Landesverkehrsbehörde angemahnt, bisher sei aber nichts passiert. Doch die Strategie sei weiterhin: „Wir müssen mit denen reden und etwas Geld mitbringen.“

Man einigte sich schließlich auf den Vorschlag von Karl-Heinz Lichter (CDU), erstmal die besondere Verkehrssituation mit dem Kreiselbau abzuwarten. Ihren Antrag vertagte Petra Geisler daraufhin.

Anwohner Hans-Dieter Pöhls sorgte sich, dass sich die Verkehrssituation durch die von der Firma „Log4Real“ geplante Logistikhalle im Uesener Feld noch verstärken könne. Der Vertrag mit der Firma sei geschlossen, der Bauantrag noch nicht gestellt, so Bürgermeister Rainer Ditzfeld.

Da nicht bekannt sei, welche Firmen sich dort ansiedeln würden, könne auch bisher kein Lärmgutachten in Auftrag gegeben werden, betonte er.. - ldu

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