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Erfrischende Stunden bei Tropenhitze

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Von der Breitwellenrutsche am Nichtschwimmerbecken können viele nicht genug kriegen.
Von der Breitwellenrutsche am Nichtschwimmerbecken können viele nicht genug kriegen. © -

Achim – Schon vor dem Einlass sind lange Schlangen zu sehen: Bei den aktuellen tropischen Temperaturen zieht es die Achimer ins Freibad. Wer vorgesorgt und im Vorfeld ein Online-Ticket erworben hat, kommt schneller rein. Alle anderen müssen etwas Geduld mitbringen. Gut 2 000 Gäste, vielleicht sogar etwas mehr, besuchen nach Einschätzung von Kirsten Jäger, bei der Stadt für Bäder und Sport zuständig, an sehr heißen Sommertagen wie jetzt das Bad.

Spritziges Vergnügen – manche sind mittendrin, andere gucken lieber zu.
Spritziges Vergnügen – manche sind mittendrin, andere gucken lieber zu. © Tausendfreund

Gerade an diesen Tagen wird der Betrieb zusätzlich zum ohnehin vorhandenen Personal durch den Förderverein Achimer Bäder unterstützt. Ehrenamtliche Kräfte zeigen im Schwimmbad Präsenz und ergänzen so den Rettungsschwimmer-Pool – so können sich die Gäste sicher fühlen und den Tag entspannt genießen.

Thomas, Jana und Sabrina genießen den Tag im Zelt.
Thomas, Jana und Sabrina genießen den Tag im Zelt. © -

Zum Beispiel Sarah (20) kommt am liebsten bei dem super Sommerwetter ins Achimer Freibad. „Ich bin mit meinen Freunden und mit meinen Geschwistern hier. Wir chillen im Schatten, hören Musik“, erzählt sie. Genascht wird mitgebrachtes Obst, so lässt sich der Nachmittag auch bei 36 Grad im Schatten aushalten.

Hinter ihr, auf der von zahlreichen Bäumen gesäumten Liegewiese, haben vor allem viele Eltern, die mit ihren Kindern im Freibad sind, kleine Zelte aufgebaut. Einige haben sogar, trotz des heißen Wetters, die Energie für Ballspiele.

Die meisten der Gäste lassen ihren Energien jedoch im Wasser freien Lauf. Viele Kinder lassen sich mit Elan die Breitwellenrutsche heruntergleiten, mit Bällen wird auch im Wasser gespielt.

Die verschiedenen Becken laden zum spritzigen, erfrischenden Vergnügen ein, für jeden ist etwas dabei. Auch Heike-Milena und Daniela sind gerade angekommen, noch haben sie den Badeanzug in der Tasche. Das wird sich gleich ändern. „Wir sind hier Stammgäste, wir wohnen in der Nähe und kommen sehr gerne“, erzählt Heike-Milena. Das Bad sei absolut gut, gerade nach der jüngsten Rundum-Sanierung sei alles sehr gepflegt. „Auch das Preis-Leistungsverhältnis ist unschlagbar“, ergänzt Daniela.

Herrliche Erfrischung im Wasser oder auch von oben.
Herrliche Erfrischung im Wasser oder auch von oben. © -

Sabrina (26) ist ebenfalls ein Fan des Freibads: „Wenn es warm ist, kommen wir wirklich gerne hier her.“ Gemeinsam mit ihren Geschwistern und einigen Freunden besucht sie das Bad. Die Gruppe hat sich ein kleines Zelt aufgebaut, im Schatten genießen sie den Nachmittag.

Die diesjährige Sommersaison ist für die Besucher des Achimer Freibads nun endlich eine Zeit ganz ohne Einschränkungen. Denn in den beiden vergangenen Jahren gab es stets Umstände, die den Betrieb zumindest beeinflussten. Erst erfolgte der große Umbau. Dann kam es 2020 und 2021 zu allerlei Einschränkungen durch die Pandemie. Daher seien die letzten Jahre in Sachen Besucherzahlen auch wenig repräsentativ, erläutert Jäger.

Das jetzige Wetter sorgt natürlich für kräftigen Zulauf. Doch unabhängig von den erreichten Besucherzahlen und somit auch Einnahmen für die Einrichtung der Stadt steht das Thema Energiekosten sparen ganz oben auf der Liste der „To-do‘s“, ergänzt Jäger. Nach wie vor bietet das Achimer Freibad den Gästen eine konstante Wassertemperatur von 24 Grad an. Dabei wird Fernwärme in Anspruch genommen. Bei den jetzigen Temperaturen braucht die Stadt Kirsten Jäger zufolge aber kaum Energie aufwenden. Die Wärme bleibe quasi von alleine im Wasser. „Anders sieht das etwa im Mai aus, wenn die Nächte kühl sind“, berichtet sie. Gerade in den großen Becken verdunste dann die Wärme schnell.

Zu den städtischen Bädern gehört ebenfalls das Hallenbad an der Bergstraße. Auch dort ist das Thema Energieeinsparen definitiv da: „Wir haben das im Blick, da ist sicher noch nicht alles zu Ende gedacht“, sagt Jäger. Gerade als öffentliche Hand müsse man verantwortungsvoll mit den jetzigen Herausforderungen durch die steigenden Energiekosten umgehen.

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