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Enge Zeitfenster für Digitalpakt an Schulen in Achim

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Von: Lisa Duncan

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Die Schulen in Achim sollen digitaler werden – dafür sind, wie hier am Standort in Uesen, einige Vorbereitungen nötig.
Die Schulen in Achim sollen digitaler werden – dafür sind, wie hier am Standort in Uesen, einige Vorbereitungen nötig. © Bartz

Achim – Die Stadt Achim nutzt die Sommerferien, um die Digitalisierung an den Schulen auf den Weg zu bringen. Während Schulen, Kitas und Co. Betriebspause haben, sollen unter anderem die Elektroarbeiten zur Umsetzung des Digitalpakts an der Grundschule Uphusen, in der Integrierten Gesamtschule (IGS) Achim und in der Grundschule Uesen beginnen. Mit diesen drei Schulen, sozusagen die erste Welle des dreistufigen Medienentwicklungsplans der Stadt, beginnt die Umsetzung der Digitalstrategie.

Der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss der Stadt Achim hatte in seiner jüngsten Sitzung die Umsetzung des Medienentwicklungsplans beschlossen. Damit kann die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den Schulen, die sich in ihrer Trägerschaft befinden, ihre Strategie umsetzen.

Bis alle Schulen in Sachen IT auf dem neuesten Stand sind, wird aber noch sehr viel Zeit ins Land gehen. David Last, IT-Projektleiter für den Digitalpakt Schule, hofft, „bis spätestens zu den Sommerferien 2023“ fertig zu sein.

David Last hatte sein Konzept zur Digitalstrategie erst kürzlich öffentlich vorgestellt und dabei betont, dass die geplante Ausstattung der Schulen mit schnellem Internet, WLAN und Smartboards ebenso wie die dafür erforderlichen baulichen Arbeiten mit den Schulen abgesprochen sind. Das gilt auch für die Reihenfolge der Ausstattung, in der die Schulen diese erhalten. In der zweiten Welle sind die Astrid-Lindgren-Grundschule und die Grundschule Bierden an der Reihe, in der dritten Welle die Grundschule Baden und die Grundschule am Paulsberg.

Die Reihenfolge ergibt sich laut David Last aus einer zuvor erstellten Machbarkeitsstudie. „Weil wir in Baden an der Paulsbergschule am meisten zu tun haben, stehen diese beiden als Letzte auf der Liste“, erklärt er. Die Stadt arbeite sich vom kleinsten zum größten Aufwand vorwärts: „So können wir Erfahrungen sammeln und dann größere Aufgaben angehen“, so Last. Die Vorgehensweise ist an jeder Schule dieselbe: vorbereitende Bauarbeiten, Verkabelung, WLAN, Restarbeiten.

Die ersten Kabel sind drin. Am Mittwoch war die Grundschule Uphusen an der Reihe.
Die ersten Kabel sind drin. Am Mittwoch war die Grundschule Uphusen an der Reihe. © Stadt Achim

Jedoch macht David Last deutlich, dass die Umsetzung des Konzepts und des Zeitplans von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, auf die die Stadtverwaltung keinen Einfluss hat. „Die Verfügbarkeit von Fachfirmen und Material wird ebenso eine große Rolle spielen wie die Corona-Pandemie“, sagt Last, der nunmehr seit knapp einem Jahr die Funktion des IT-Projektleiters Digitalisierung bei der Stadt ausfüllt. Aktuell habe eine beauftragte Firma wegen Krankheitsfällen ihren Betrieb vorübergehend einstellen müssen. Es sei nicht auszuschließen, dass aufgrund von solchen nicht planbaren Verzögerungen unter Umständen ein Teil der Arbeiten während der Schulzeit passieren muss.

Das Dilemma: Die Schulen und die Stadtverwaltung möchten den Medienentwicklungsplan so schnell wie möglich verwirklicht sehen, die Zeitfenster außerhalb der Schulzeiten dafür aber sind knapp. „Es gibt ungefähr 40 000 Schulen in Deutschland und die machen genau das, was wir machen“, stellt Last fest.

Neben einer leistungsstarken Internetverbindung werden die Schulen ein robustes und zuverlässiges WLAN erhalten und auch interaktive Tafeln, sogenannte Smartboards. Von denen werden in diesem Jahr zunächst 14 für die IGS angeschafft, alle Grundschulen und die übrigen Unterrichtsräume der IGS werden in den nächsten beiden Jahren mit rund 100 Smartboards versorgt.

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