Gutachten soll Klarheit bringen

Empörung über Raser – Ortsrat Achim berät Situation an Schwalbenstraße

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Die großzügig ausgebaute Schwalbenstraße lädt trotz 30-Zone-Schildern zum zügigeren Durchfahren ein. Eine Anwohnerinitiative fordert daher seit Jahren zusätzliche geschwindigkeitsmindernde Maßnahmen. Die Stadtverwaltung weist aber auch darauf hin, dass laut jüngsten Messungen 85 Prozent der Autos hier mit nicht mehr als 39 Stundenkilometern unterwegs waren.

Achim - Seit 1999 weise die Anwohnergemeinschaft auf Raserei in der Tempo-30-Zone Schwalbenstraße hin, ohne dass etwas unternommen worden sei. Die Straßeneinmündungen dort seien eben gut einsehbar, und deshalb werde in beiden Richtungen regelmäßig zu schnell gefahren.

Das machten Anwohner auf der Sitzung des Ortsausschusses Achim im Ratssaal noch einmal deutlich. Neben einigen weiteren Punkten stand dort die Verkehrssituation an der Schwalbenstraße auf der Tagesordnung.

In der Bürgerfragestunde meldeten sich tatsächlich diese Bürger zu Wort, um auf ihr besonderes Anliegen hinzuweisen.

Ein Brief an den Bürgermeister mit Unterschriftensammlung auf Initiative des Ehepaares Wiemer war der Sitzung vorausgegangen. Wir berichteten.

Die Initiative unterbreitet folgende Vorschläge: Sogenannte „Nasen“ könnten als bauliche Maßnahme die Fahrbahn in bestimmten Bereichen einengen. Oder aber man könnte ein „Querparken“ am Fahrbahnrand in Richtung des neuen Kreisels zulassen, um so den Fahrstreifen ebenfalls schmaler zu machen.

Deutliche Hinweise auf 30er-Zone

Der städtische Verkehrsplaner Stefan Schuster betonte, dass die Verwaltung sehr wohl in der Vergangenheit tätig gewesen sei. So sei der Einmündungsbereich der Schwalbenstraße beim Kreiselbau bereits deutlich verengt worden. Schilder und Markierungen weisen auf die 30er-Zone hin, und zusätzlich seien Geschwindigkeitsanzeiger vorübergehend installiert worden.

Die Straße sei also deutlich verkehrsberuhigt ausgestattet. Bevor man dort weiter tätig werde, müssten erst einmal andere Straßenzüge versorgt werden, wo ebenfalls Bedarf bestehe, machte Schuster deutlich.

Eine verdeckte Geschwindigkeitsmessung vom 5. bis zum 10. Januar habe zudem ergeben, dass 85 Prozent der durchfahrenden Autos nicht schneller als mit 39 Stundenkilometern unterwegs waren. Das liege im Toleranzbereich und sei hinnehmbar.

Ferner sei gar nicht klar, wer in der Schwalbenstraße zu schnell fahre. Da es sich um ein abgeschlossenes Wohngebiet handelt, müsse man davon ausgehen, dass es sich bei den „Rasern“ überwiegend um Anwohner handele, wurde im Ausschuss vermutet.

Bessere Selbstdisziplin gefordert

Da sei zunächst mal wohl bessere Selbstdisziplin gefragt. Die Fahrer des angrenzenden Food-Lieferservices jedenfalls seien vom Inhaber angehalten, strikt die Verkehrsregeln zu beachten, wusste jemand im Ortsausschuss zu berichten.

Schließlich wurde folgendes Angebot befürwortet: Ein Verkehrsgutachten mit einer Zählung im Sommer soll eine Grundlage für weitere Vorschläge liefern, die dann im Ortsausschuss zu beraten sind. Auch Radfahr- und saisonaler landwirtschaftlicher Verkehr sollen berücksichtigt werden. Ein ähnliches Vorgehen habe auch im Fall des Bierdener Neubaugebiets „Kämpe“ zum Erfolg geführt. Die Vorschläge werden anschließend dem Planungsausschuss vorgelegt.

Im Bereich der Lerchenstraße bestehe ebenfalls ein „Raser-Problem“, was in dem Gutachten Berücksichtigung finden soll, wurde noch deutlich gemacht. Weiterhin sollen Geschwindigkeitsanzeiger von Zeit zu Zeit aufgestellt werden und Autofahrer zum Einhalten des Tempolimits ermahnen.

sch

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