„Emojis“ messen sich auf Landesebene

Jugendliche aus Achim gehen bei JRK-Wettbewerb an den Start

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Eine Frau ist mithilfe der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) des DRK in die Rolle eines Unfallopfers geschlüpft. Bei den Landesmeisterschaften in Einbeck sollen die Jugendlichen unter anderem in Teamarbeit ihre Fähigkeiten in Erster Hilfe unter Beweis stellen.

Achim/ Einbeck - Von Lisa Duncan. „Gut vorbereitet sind sie auf jeden Fall“, meint Aileen Oster. Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Sarah leitet sie eine Gruppe des Jugendrotkreuz (JRK) in Achim. Die „Emojis“ haben sich, nach erfolgreicher Teilnahme an den Kreis- und Bezirksmeisterschaften, nun für den JRK-Landeswettbewerb im südniedersächsischen Einbeck vom 17. bis 19. August qualifiziert.

Seit März traf sich die Gruppe wöchentlich im Falkenheim an der Breslauer Straße, um sich gezielt auf die Wettbewerbssaison vorzubereiten. Denn es galt ja zunächst die beiden Hürden Kreisebene in Oyten (im April/Mai) und anschließend in Stade die Bezirksebene zu überwinden. Letzteres gelang sogar auf dem Siegertreppchen.

Nicht nur für die Jugendlichen, auch für die Geschwister Oster, die bereits 2013 Gruppenleiter beim Kreisentscheid in Achim-Clüverswerder waren, ist die Teilnahme an einer Landesmeisterschaft eine Premiere.

Es gibt zwei Altersstufen, die in Einbeck antreten dürfen. Während sich Stufe 2 von 13 bis 16 Jahren erstreckt, umfasst Stufe 3 JRK-Mitglieder von 16 bis 27 Jahren. Die „Emojis“ aus Achim, sieben zwischen 13 und 15 Jahre alte Mädchen, starten in der Altersstufe 2, in Stufe 3 sind die Achimer JRKler nicht vertreten. Die Gruppen kommen aus allen Teilen Niedersachsens: Goslar, Helmstadt, Amelgatzen, Bad Pyrmont, Winsen/Luhe, Lunestedt und Lohne. Fünf Bereiche müssen die Teilnehmer in einem Parcours abdecken: Erste Hilfe, Sport & Spiel, sozialer Bereich, Rotkreuz-Themen und musisch-künstlerische Aufgaben.

Der Bereich „Erste Hilfe“ deckt in der Altersstufe 2 alles ab, was ein Ersthelfer im Ernstfall können muss, ausgenommen Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie Verhalten bei Schlaganfall und Herzinfarkt. Im Abschnitt über das Rotkreuz werden die Jugendlichen zur Geschichte des DRK geprüft, „beispielsweise, wann der Verein gegründet wurde“, so Oster. „Das kann man beides ziemlich gut vorbereiten“, fasst sie zusammen.

Weil das Jugendrotkreuz nach Genehmigung durch die Alliierten im Jahr 1948 neu gegründet wurde, stehen die Landeswettbewerbe im Zeichen eines runden Geburtstags: Das JRK Niedersachsen wird 70. Die Wettbewerbsgruppen haben im Vorfeld die Aufgabe erhalten, für die Geburtstagsfeier ein kleines Geschenk (ohne Geldwert) mitzubringen, das am Samstagabend während der Siegerehrung übergeben wird.

Das Jahr 2018 ist beim JRK mit dem Wahlspruch „Humanity – wer, wenn nicht du?“ überschrieben, der Teil der umfassenden Dreijahres-Kampagne „Was geht mit Menschlichkeit?“ ist. Das Wettbewerbsmotto lautet: „70 Jahre Suchtpotential“. Dementsprechend werden die Themen Prävention im Bereich Sucht und Gesundheit, Einfühlungsvermögen sowie Auswirkung und Entstehung von Stress im Fokus stehen. Die weiteren Inhalte des Landeswettbewerbs sind im Detail vorher nicht bekannt. „Bei Sport und Spiel ist jedes Jahr etwas anderes gefordert. Einmal mussten wir beispielsweise ein Kartenhaus bauen“, erinnert sich Oster. Aufgaben im musischen Bereich umfassten in der Vergangenheit einen Werbespot für das JRK, einen Poetry-Slam-Beitrag oder einen Liedtext. Der soziale Faktor zieht sich praktisch durch alle Stationen des Parcours.

Mit welcher Platzierung die „Emojis“ des Haus des JRK in Einbeck verlassen werden, darauf will Aileen Oster nicht vorgreifen: „Toll, dass sie es so weit geschafft haben. Wir sind sehr stolz auf unsere Mädels“, betont die 17-Jährige. „Und kleine Schwächen wiegen sie garantiert mit Freundlichkeit und einem Lächeln wieder auf.“

Für Aileen und Sarah Oster wird es vermutlich das letzte Jahr als Gruppenleiterteam. Denn 2019 könnte es für sie aufgrund der Abi-Vorbereitungen zeitlich etwas eng werden.

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