Bau des Lieken-Kreisels soll beginnen

Achim: Embser Landstraße monatelang gesperrt

Die Embser Landstraße, die die Innenstadt mit der Anschlussstelle Achim-Nord verbindet, wird am Fritz-Lieken-Eck zur Baustelle und für Autofahrer nicht passierbar sein.
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Die Embser Landstraße, die die Innenstadt mit der Anschlussstelle Achim-Nord verbindet, wird am Fritz-Lieken-Eck zur Baustelle und für Autofahrer nicht passierbar sein.

Achim – Auf einschneidende Verkehrsbeschränkungen müssen sich Autofahrende, die auf der Strecke zwischen der Innenstadt und der Anschlussstelle Achim-Nord unterwegs sind, im kommenden Frühjahr und Sommer einstellen. Dann soll der Kreisel am Fritz-Lieken-Eck gebaut werden, der das neue Wohn-, Büro- und Geschäftsviertel auf der alten Fabrikbrache nahe des Bahnhofs an die Embser Landstraße anbindet, informierte Steffen Zorn, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung in der Verwaltung, beim sogenannten Jahrespressegespräch im Rathaus.

„Die Landesstraße 167 wird dann praktisch zwischen dem Gieschen- und dem Freibad-Kreisel monatelang für den Durchgangsverkehr gesperrt sein.“ Die Hauptumleitung werde über die L 156 und die Autobahn-Anschlussstelle Achim-Ost erfolgen.

Auf dem früheren Lieken-Gelände, das den Kern des Projekts „nördliche Innenstadt“ bildet, wollen Zorn zufolge Investoren – nach dem ersten Spatenstich für das neue Sparkassengebäude vor wenigen Wochen – im kommenden Jahr mit dem Bau von mehrgeschossigen Mietshäusern mit sozialer Förderung beginnen. „Die ersten bezahlbaren Wohnungen sollen 2023 fertig sein.“ Für 2022 sei zudem der Baustart für die städtische Kindertagesstätte und die Mobilitätsstation auf dem Areal vorgesehen. „Die Stadt und die Investoren stecken insgesamt mehr als 100 Millionen Euro in das Projekt“, verdeutlichte Zorn die finanzielle Größenordnung des Vorhabens.

Ein weiterer Eckpfeiler für ein neues, deutlich urbaneres Gesicht Achims soll auf der anderen Seite des Bahnhofs entstehen. Auf dem ehemaligen Postgrundstück will ein Investor, wie berichtet, ein markantes Wohn- und Geschäftshaus errichten. „Wir hoffen für das kommende Jahr zumindest auf die Baugenehmigung“, teilte der Fachbereichsleiter mit.

Aber auch in anderen Teilen der Stadt soll es 2022 mit Großvorhaben vorangehen. „Wir hoffen, dass Bagger für das Runken-Quartier und für den Seniorenwohnpark in Uphusen rollen können.“

Vom geplanten Umbau der Innenstadt dürfte im kommenden Jahr noch nicht allzu viel zu sehen sein. Bevor die „Markthöfe“ mitten in der Fußgängerzone hochgezogen werden können, müssen zunächst mal die bestehenden Immobilien vom NKD-Laden über das Nientkewitz-Gebäude bis zum Gretzschel-Haus weichen. Zorn und andere Entscheidungsträger wären deshalb schon zufrieden, wenn in Sichtweite des Rathauses innerhalb der kommenden zwölf Monate die Abrissbirne kreisen würde.

Die wird für das freie Grundstück am Gieschen-Kreisel nicht benötigt. Allerdings ist das für die dortige Fläche konzipierte Hochhaus mit Büros, Geschäften und Gastronomie wohl eher Zukunftsmusik für 2023 / 24, was mindestens genauso für den angepeilten Umbau des jetzigen Sparkassengebäudes zu einer Einkaufszeile gilt.

„Wir wollen auf jeden Fall die Verkehrswende vorantreiben“, fuhr Zorn beim Jahresgespräch fort. „Für den Radschnellweg entlang der Bahnstrecke können wir 2022 hoffentlich den ersten Spatenstich in Uphusen machen.“ Mit der Landesstraßenbaubehörde sei abgesprochen, im Laufe des kommenden Jahres die noch fehlenden Abschnitte des Radwegs entlang der L 158 im Bereich Bremer Straße und Obernstraße zu erneuern.

Aber auch das 265 Kilometer lange Straßennetz werde nicht vernachlässigt. Eine Million Euro wolle die Stadt 2022 für die „Pflege und Instandsetzung“ von Fahrbahnen aufwenden.

Für mehr Klimaschutz solle die energetische Sanierung von Gebäuden vorangetrieben werden. Darüber hinaus will der Bauhof in den nächsten Monaten die quer über die Stadt verteilten Ersatzpflanzungen für die auf dem Amazon-Grundstück abgeholzten Bäume abschließen.

Als weiteres großes Vorhaben für den von ihm geleiteten Fachbereich nennt Zorn den für den Ganztagsbetrieb notwendigen Ausbau der Grundschule Bierden, der auf vier Millionen Euro veranschlagt sei. „Die Architektenleistungen werden jetzt ausgeschrieben.“

Den aufwändigen Umbau der Haupt- und der Realschule zur IGS samt dem Neubau von Lernhäusern und einer Mensa, die aber nächstes Jahr noch nicht fertig werden wird, beziffert Zorn auf 14 Millionen Euro. Dazu käme noch die Sanierung der beiden alten Sporthallen dort.

Darüber hinaus stehe der Umbau des Feuerwehrhauses in Uphusen an. Und schließlich wartete Steffen Zorn noch mit einer Hiobsbotschaft für all diejenigen auf, die gerne im warmen Wasser „paddeln“ und abhängen: Das infolge eines Brandschadens beeinträchtigte Nichtschwimmerbecken im Hallenbad an der Bergstraße müsse noch bis etwa Ostern gesperrt bleiben.

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