Einkaufen und Rezepte abholen 

Stadt schafft zentrale Koordinierungsstelle für Engagierte und Hilfebedürftige

Hilfe für Achimer von Achimern: Svenja Meyer (l.) und Gesa Kaemena koordinieren die Anfragen. Foto: stadt
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Hilfe für Achimer von Achimern: Svenja Meyer (l.) und Gesa Kaemena koordinieren die Anfragen.

Achim - Einkäufe erledigen, mal eben eine Zeitschrift kaufen oder ein Rezept abholen – dies stellt für Menschen, die einer Risikogruppe angehören und sich deshalb besonders vor dem Corona-Virus schützen sollen oder aber für diejenigen, die unter Quarantäne stehen, momentan eine große Herausforderung dar. „In Achim möchten sich viele Menschen für diese betroffene Gruppe engagieren und kleine unbürokratische Hilfeleistungen anbieten“, erklärt Svenja Meyer von der Freiwilligenagentur.

Aus diesem Grund hat die Stadt eine zentrale Vermittlungsstelle eingerichtet, um in Kooperation mit den Kirchengemeinden, den Vereinen sowie jugendlichen Engagierten Unterstützungsangebote bereitzustellen. „Es ist wichtig, dass es eine zentrale Anlaufstelle gibt, damit jeder weiß, wohin er sich wenden muss, wenn er Hilfe benötigt“, erläutert Meyer.

Nicht nur Menschen in häuslicher Quarantäne und Risikogruppen, sondern auch Menschen mit Beeinträchtigungen, die nicht lange in Warteschlangen stehen können, oder Alleinerziehende können das Angebot in Anspruch nehmen. Ins Rollen sei die Idee durch den Gemeindereferenten der Willkommensgemeinde, Ruben Schiller, gekommen, berichtet Meyer. Er hatte einen Arbeitskreis gegründet, um Hilfsangebote zu sammeln und zu koordinieren, und sei mit diesem Projekt auf die Stadt zugekommen.

„Viele Menschen haben im Moment mehr Zeit als sonst, weil sie ihren normalen (Freizeit-)Beschäftigungen nicht nachgehen können. Viele von ihnen möchten sich für diejenigen einsetzen, die besonders vor dem Coronavirus geschützt werden müssen“, sagt Meyer.

Das Vorgehen sei ganz einfach: Alle, die sich angesprochen fühlen, wenden sich an die zentrale Vermittlungsstelle. „Wir gehen mit den Anrufern dann ein Formular durch, was sie anbieten beziehungsweise wo und wann sie Hilfe benötigen“, erklärt Meyer das Vorgehen. Die Kontaktbeschränkungen zwischen Helfenden und dem hilfsbedürftigen Personenkreis werden ihr zufolge den Vorgaben entsprechend strikt eingehalten. Für die Helfer gibt es eine wichtige Voraussetzung: Sie sollten nicht älter als 60 Jahre sein, weil das Risiko einer schweren Coronaerkrankung dann steige.

Zurzeit gebe es lediglich eine Hilfsanfrage, dafür aber bereits fünf Personen, die ihre Zeit anbieten. Dazu kommen außerdem die jungen Volleyballer des TV Baden, deren Training wie in anderen Vereinen zurzeit ausfällt. Die freie Zeit wollen sie nutzen, um anderen zu helfen und bieten dafür sogar ihren Vereinsbus an.

Der Vermittlungsstelle bringt nach eigenen Angaben auch Hilfesuchende mit etwaigen Lieferdiensten für warme Mahlzeiten zusammen.

Zur Info: Hilfsdienste

Die Freiwilligenagentur koordiniert die Hilfsdienste in der Corona-Zeit unter der Hotline 04202 / 9160 155 oder unter der E-Mail-Adresse freiwilligenagentur@stadt.achim.de. Die Hotline ist von montags bis donnerstags, 9 bis 16 Uhr, sowie freitags von 9 bis 13 Uhr erreichbar.

Vielen Dank und viele Grüße Sandra

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