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Einiges steht fest, weitere Ideen gefragt

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Von: Michael Mix

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Mehr Leben in die Innenstadt zu bringen, haben sich Entscheider um Bürgermeister Rainer Ditzfeld (r.) auf die Fahnen geschrieben. Bei einem Besuch von Birgit Honé, Ministerin für regionale Entwicklung, stellte er ihr und weiteren Interessierten Projekte in der Fußgängerzone vor. archiv
Mehr Leben in die Innenstadt zu bringen, haben sich Entscheider um Bürgermeister Rainer Ditzfeld (r.) auf die Fahnen geschrieben. Bei einem Besuch von Birgit Honé, Ministerin für regionale Entwicklung, stellte er ihr und weiteren Interessierten Projekte in der Fußgängerzone vor. archiv © Mix

Achim – Wie soll die Achimer Innenstadt attraktiver und lebendiger werden? Eine Dauerfrage, auf die es aus dem Rathaus immerhin schon einige Antworten gibt. Bei einem digitalen Workshop am Freitagnachmittag konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger aber noch weitere Ideen einbringen. Zunächst ging es in öffentlicher Runde jedoch um den „Stand der Dinge“.

Erster Stadtrat Daniel Moos begrüßte dazu Simone Neddermann, die bereits 2014 / 15 den Bürgerbeteiligungsprozess zur Innenstadtentwicklung moderiert hatte. Die Kommunikationsexpertin von der Laatzener Firma Plankom, die ihren Kollegen Oliver Kuklinski an ihrer Seite hatte, gab zunächst Planerin Christa Meiering das Wort. Die leitende Mitarbeiterin der Verwaltung informierte über „Städtebau-Projekte“, die Achim in den kommenden drei Jahren nach vorne bringen sollen.

Im Zentrum steht das Vorhaben „Markthöfe“. Nach einem vorliegenden Konzept des Architekturbüros Lohmann will ein Investor den Komplex am Glockenspiel „ab 2024“ in ein modernes Geschäfts-, Büro- und Wohnhaus verwandeln. Andere Geldgeber wollen gegenüber vom Rathaus Neues schaffen. Wenn die Sparkasse auf das Lieken-Gelände umgezogen ist, soll das Gebäude in der Fußgängerzone „bis 2025“ umgebaut und für Einzelhandel und Gastronomie genutzt werden. Und ein dritter Investor will die freie Fläche am Gieschen-Kreisel beseitigen. „Ab 2023“ soll dort laut Meiering ein Büro- und Geschäftsgebäude mit Gastronomie entstehen. Mehrere Investoren und die Stadt schicken sich an, das Sanierungsgebiet nördliche Innenstadt zu entwickeln. Auf der ehemaligen Industriebrache, auf der rund 100 Jahre lang Brot gebacken wurde, ist ein Mix aus Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen geplant. Die „Bauphase bis 2024“ sehe vor, die Erschließungsstraßen, eine Mobilitätsstation, einen Omnibusbahnhof, eine Kindertagesstätte und zahlreiche Mietwohnungen zu verwirklichen. Und auf dem ehemaligen Postgrundstück auf der anderen Seite des Bahnhofs soll ein markantes, hohes Wohn- und Geschäftsgebäude das neue urbane Viertel am Rand der Innenstadt abrunden.

Offen ist nach den Worten von Meiering, welches Gesicht der sogenannte Baumplatz in Zukunft haben soll. Sie nannte „Planungsvarianten“ von „Einzelhandel“ bis „Freiraumgestaltung“. Entschieden werde darüber am besten aber erst, wenn sich die beabsichtigten neuen Geschäftszeilen in der Fußgängerzone „etabliert“ hätten und feststehe, ob die Wiese und Parkplatzflächen am Amtsgericht verfügbar seien.

Nicht allen Zugeschalteten gefiel das, was sie gehört hatten. „Wieso sitzen wir hier, wenn alles schon feststeht?“, fragte eine Chatteilnehmerin genervt. „Wir sammeln gerne noch weitere Ideen“, antwortete Neddermann. Ein Fortschreiben der Ergebnisse von 2014 / 15 reiche nicht aus, eine „Neubewertung“ zur Vitalisierung der City sei notwendig, forderte CDU-Ratsherr Martin Puls. Das sich ändernde Kaufverhalten, auch durch die zunehmende Arbeit im Homeoffice, merkte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Michael Schröter an, „müsste beachtet werden“.

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