Bürgermeister zum fehlenden Vertrag

Rainer Ditzfeld: „Einige Punkte mit Amazon sind noch offen“

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Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld rechnet noch in diesem Monat mit dem Vertragsabschluss.

Achim - Noch vor den Sommerferien sollte der Vertrag zwischen Amazon und der Stadt Achim für das geplante Logistikzentrum auf dem 17 Hektar großen Gewerbegebiet Uesener Feld unterzeichnet sein. Diesen Zeitpunkt für den „Ansiedlungscoup“, der rund 2 000 Arbeitsplätze verspricht, hatte Bürgermeister Rainer Ditzfeld mehrfach genannt. Doch die Verhandlungen mit dem Konzern ziehen sich hin. Michael Mix hakte am Frietag beim Bürgermeister nach, ob der Deal womöglich noch platzt.

Der Vertrag zwischen Amazon und der Stadt sollte im Juni unterzeichnet werden. Jetzt haben wir schon August, und es gibt immer noch keine Vollzugsmeldung. Woran hapert es?

Rainer Ditzfeld: Wir stecken nach wie vor in den Vertragsverhandlungen, weil wir noch nicht in allen Punkten überein gekommen sind. Gut 90 Prozent der Fragen, die ich öffentlich natürlich nicht benennen möchte, haben wir geklärt, aber eben noch nicht alle. Bis zur Sitzung des Planungsausschusses soll der Vertrag aber in trockenen Tüchern sein.

Kann es passieren, dass Amazon noch abspringt und sich andernorts ansiedelt?

Ditzfeld: Solange die Unterschrift von Amazon noch fehlt, kann alles passieren. Ich gehe aber nicht von einem negativen Ergebnis aus.

Hat die Stadt Achim für diesen Fall alternative Lösungen für das neugeschaffene Gewerbegebiet Uesener Feld parat?

Ditzfeld: Das haben wir selbstverständlich. In solch einem Fall würde sich dort dann voraussichtlich mehr als ein Unternehmen niederlassen. Dann müsste das Areal allerdings mit weiteren Straßen erschlossen werden. Rat und Verwaltung haben die Vereinbarung getroffen, dass in dem Gebiet mindestens 25 bis 30 Arbeitsplätze pro Hektar geschaffen werden müssen. Beim „Worst-Case“ fiele natürlich der im Zuge der Amazon-Ansiedlung vorgesehene großzügige Ausbau der Verkehrswege im Umfeld weg.

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