Neue Projektentwicklungsgesellschaft der Bremischen Volksbank baut auf Lieken-Gelände

Eine „Traumhochzeit“ und 150 Wohnungen

Haben Großes vor mit dem nördlichen Teil des Lieken-Geländes: (von links) Ulf Brothuhn, Detlev Herrmann und Rainer Bohl.
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Haben Großes vor mit dem nördlichen Teil des Lieken-Geländes: (von links) Ulf Brothuhn, Detlev Herrmann und Rainer Bohl.

Achim – Die Bremische Volksbank und die I.D. Wohnungsbaugesellschaft aus Harpstedt wollen gemeinsam auf dem Lieken-Gelände rund 150 Wohnungen schaffen. Das teilten Ulf Brothuhn, Vorstandsvorsitzender der Bremischen Volksbank, Vorstand Detlev Herrmann und Rainer Bohl, geschäftsführender Gesellschafter der I.D. Wohnungsbaugesellschaft am Mittwoch bei einem Pressegespräch mit.

Auf einer Grundstücksfläche von knapp 7 800 Quadratmetern sollen demnach etwa 11 000 Quadratmeter Wohnfläche entstehen, die sich auf sieben Gebäude mit jeweils drei bis vier Geschossen verteilen. „Es sind eher kleine bis mittelgroße Wohnungen mit durchschnittlich etwa 75 Quadratmetern Wohnfläche geplant“, für die es in Achim großen Bedarf gebe, so die Investoren. Die Wohnungen verfügen laut den Ausführungen allesamt über Balkone, entsprechen dem KfW55-Standard und werden über Fernwärme beheizt. Einige Gebäude erhalten Tiefgaragenplätze, weitere Parkmöglichkeiten entstehen nach Aussage der Investoren in der geplanten Mobilitätsstation in unmittelbarer Nähe.

Für die Umsetzung des etwa 40 Millionen Euro umfassenden Projekts haben sich Bohls Wohnungsbaugesellschaft und das Kreditinstitut zur Bremischen Volksbank Projektentwicklungsgesellschaft zusammengeschlossen. Ein Hamburger Makler habe ihm das Projekt angeboten, berichtet Rainer Bohl, der nach eigenen Angaben seit 20 Jahren Achimer ist. „Ich dachte mir, es wäre ein Jammer, wenn ich da nicht was für meine Stadt machen würde.“ Allerdings sei ihm schnell klar gewesen, dass das finanzielle Volumen die Kapazitäten seines mittelständischen Familienunternehmens sprenge. Durch seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Bremischen Volksbank ergab sich schließlich die Idee der Zusammenarbeit. „Eine Traumhochzeit“, sagt Rainer Bohl.

Ulf Brothuhn und Detlev Herrmann bezeichnen die neue Gesellschaft etwas weniger emotional als „gelungene Partnerschaft“. Die Bremische Volksbank ist laut Herrmann bereits seit einigen Jahren im Immobiliengeschäft aktiv und legt bei dessen Ausbau Wert auf die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern aus dem eigenen Netzwerk. „Wir finden das, was hier in Achim entstehen soll, einfach perfekt“, sagt Herrmann mit Blick auf das Lieken-Gelände.

Vor der Gründung der Projektentwicklungsgesellschaft habe es „ausführliche Abstimmungen mit Wirtschaftsprüfern“ gegeben, um zu klären, ob es dadurch zu einem Interessenkonflikt kommen könnte. Als dies ausgeschlossen war, habe der Aufsichtsrat in Abwesenheit von Rainer Bohl der Gesellschaftsgründung zugestimmt, wie die Beteiligten betonen. Vor allem dem Bauunternehmer sind klare Verhältnisse wichtig, sitzt er doch für die CDU im Achimer Stadtrat. Allerdings sei er nicht Mitglied des Planungsausschusses, in dem lange über das Lieken-Gelände beraten worden sei. Außerdem habe seine Fraktion sich bekanntermaßen gegen das Vorhaben auf dem Areal der ehemaligen Brotfabrik ausgesprochen.

Die Bauzeit beläuft sich voraussichtlich auf fünf Jahre. Der erste Abschnitt soll im ersten Halbjahr 2021 erfolgen. Pro Gebäude benötigten die Bauarbeiter und Handwerker etwa 18 Monate. Die sieben Wohnhäuser entstehen im nördlichen Bereich des Quartiers. Im vorderen Teil erschafft der Hamburger Investor W+S Einheiten für Gewerbe und Büros sowie für geförderten Wohnungsbau.

Die Wohnungen der Bremischen Volksbank Projektentwicklungsgesellschaft werden zu derzeit marktüblichen Preisen wie bei dem laut Herrmann vergleichbaren Projekt an der Apfelwiese veräußert beziehungsweise vermietet. Einen Teil der Wohnungen will die Bank selbst vermieten, der andere Teil soll an Wohnungsinteressenten sowie an Kapitalanleger verkauft werden.

Von Sandra Bischoff

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