Gamma-Schüler positionieren sich gegen Fremdenhass und Ausgrenzung

Ein Zeichen gegen Rassismus

Auf Initiative der Schülervertretung des Marktgymnasiums entstand eine
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Auf Initiative der Schülervertretung des Marktgymnasiums entstand eine

Achim – Eine großformartige Fotocollage ziert zum Ende des Schuljahres den Hof des Gymnasiums am Markt (Gamma). Darauf zu sehen sind Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte, die sich einzeln oder in Gruppen durch Gesten mit Opfern von Rassismus solidarisieren.

Die Schülervertretung (SV) hatte dafür die Initiative ergriffen. Im Zusammenhang mit dem Todesfall des Afroamerikaners George Floyd, der Ende Mai bei einer gewaltsamen Festnahme von einem Polizisten in den Vereinigten Staaten getötet wurde, sei in sozialen Medien deutlich erkennbar gewesen, dass das auch die Gamma-Schülerschaft erschüttert habe und eine Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht werde, lässt die SV wissen.

„Wir haben uns überlegt, dass eine Fotoaktion ein geeignetes Mittel sein kann“, berichtet Schülervertreter Jan Luca Duhn beim Pressetermin. „Damit möchten wir uns als Schule klar gegen Rassismus positionieren.“

Denn auch in Achim trete regelmäßig Ausgrenzung oder gar Rassismus offen zutage, beobachten die Schüler – ob ganz subtil in Form von Äußerungen auf der Straße oder etwa im Schnellrestaurant, wo sich manche Gäste nicht von Personal mit Migrationshintergrund bedienen lassen wollen.

Über einen Zeitraum von zwei Wochen hatten die Mitglieder der SV eine „Fotobox“ auf dem Schulgelände eingerichtet, wo sich Interessierte mit besonderer Gestik zu dem Thema ablichten lassen konnten. Aber auch eine Einsendung von Bildmaterial per E-Mail sei möglich gewesen. Rund 50 Fotos sind auf diese Weise für die Collage zusammengekommen, auf der nun ein großer Teil der Schülerschaft zu sehen ist.

Schulleiter Dirk Stelling schätzt solches Engagement an seiner Schule. „Die Schülerinnen und Schüler der SV haben sich mit dieser Idee an mich gewendet“, sagt er, „und ich unterstütze diese konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema und halte sie für pädagogisch sehr sinnvoll.“ Trotz Corona hätten viele mitgemacht.  sch

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