Eggers einstimmig zum „Flüchtlingsmanager“ gewählt / Mehr als 30 Bewerber

„Stelle soll Mehrwert für ehrenamtliche Arbeit bieten“

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Hunderte Flüchtlinge leben in Achim in Wohngruppen.

Achim - Als „Sozialarbeiter in der Flüchtlingsarbeit“ ist Axel Eggers vom 15. Dezember an für die Stadt Achim tätig. Sowohl der Ratsausschuss für Organisation, Finanzen und Personal als auch der Verwaltungsausschuss stimmten am Donnerstagabend jeweils in nicht öffentlicher Sitzung einhellig für die Besetzung der auf zwei Jahre befristeten und 39 Wochenstunden ausgelegten Vollzeitstelle mit dem 61 Jahre alten Achimer.

„Ich bin natürlich froh über dieses einstimmige Ergebnis“, sagte Eggers gestern auf Nachfrage. Denn dass er der erste hauptamtliche „Flüchtlingsmanager“ in der Stadtverwaltung wird, sei keineswegs selbstverständlich gewesen.

Mehr als 30 Bewerber habe es für die Stelle gegeben, berichtet er. Und diese sei für einen „studierten Sozialarbeiter oder eine vergleichbare Position“ ausgeschrieben worden. „Da ging ich als Sozialwissenschaftler als Außenseiter ins Rennen.“

Doch im Vergleich mit den Mitbewerbern habe er einen großen Vorteil besessen. „Entscheidend war, dass ich ein Jahr ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit vorweisen konnte“, betont Axel Eggers.

Denn er kümmere sich um zwei Wohngruppen mit jeweils 20 überwiegend jungen Männern an der Asmusstraße und der Feldstraße. „Zusätzlich betreue ich noch zwei Familien.“

Darüber hinaus habe er in seiner früheren beruflichen Laufbahn im Bremer Mercedes-Werk als Organisationsberater und in der Weiterbildung von Führungskräften wertvolle Erfahrungen gesammelt. Auch die folgende freiberufliche Tätigkeit auf dem Feld der Qualifizierung von Beschäftigten sei im Hinblick auf seine neue Aufgabe sicherlich als hilfreich zu bewerten.

Axel Eggers, der als Mitarbeiter der Stadtverwaltung sein Ratsmandat aufgeben muss, will nicht von einem „Heimvorteil“ im Bewerbungsverfahren sprechen, er stellt jedoch selbstbewusst fest: „Ich kenne mich in Achim aus, ich bin hier gut vernetzt.“ Ein von außen kommender Sozialarbeiter hätte sich erst ein halbes Jahr lang einarbeiten müssen.

Und noch eines ist dem Grünen wichtig, wenn er am kommenden Dienstag seinen Dienst aufnimmt und erstmals an seinem Schreibtisch im Bürgerzentrum an der Magdeburger Straße sitzt: „Die Stelle soll einen Mehrwert für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit bieten.“

mm

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