Gastwirt lädt Autofahrer zum Aufladen ein

E-Zapfsäule als „Service“ am Gasthaus Gerken

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Bei der von Gastwirt Klaus Gerken (rechts) neu geschaffenen E-Zapfsäule zählt Norbert Temp zu den ersten Kunden.

Uphusen - Norbert Temp sitzt gemütlich im Gasthaus Gerken, während draußen vor der Tür sein VW E-Up aufgeladen wird. Der Wulmstorfer zählt zu den ersten Kunden der von Gastwirt Klaus Gerken am Lokal neu geschaffenen Zapfsäule für Autos mit Elektroantrieb.

Um die Traktionsbatterie des Wagens voll aufzuladen, müsste Temp „vier, fünf Stunden“ im Gasthaus verbringen. Aber da er den E-Up auch bei sich zu Hause an die Photovoltaik-Anlage anschließen könne, müsse er ja gar nicht so lange bleiben, berichtet der aus Uphusen stammende 70-Jährige. Rund 160 Kilometer weit komme er mit einer vollen Ladung, „wenn kein Stau ist“, fügt er einschränkend hinzu.

Etwa 3.500 Euro habe er in die Tankstelle für Elektrofahrzeuge investiert, sagt Gastwirt Gerken. Die Nachfrage danach auf dem Markt sei groß. Die Lieferzeit für die bei einem Unternehmen in Nordrhein-Westfalen bestellte E-Zapfsäule habe acht Wochen betragen.

Das neue Angebot direkt an der Uphuser Heerstraße gehöre „zum Service für Gäste“, erläutert Gerken. „Wer hier übernachtet, kann in der Zwischenzeit sogar volltanken.“

Die Zahl der Örtlichkeiten, an denen Strom für ein Fahrzeug gezapft werden kann, wächst rasant. Im Achimer Stadtgebiet sei es aber erst die zweite Tankstelle dieser Art, sagt Norbert Temp. Bisher hätten Fahrer von E-Mobilen lediglich bei McDonalds im Gewerbegebiet Achim-Ost ans Netz gehen können.

Er selbst habe leider noch kein Elektroauto, „ich will mir aber im kommenden Jahr eines kaufen“, sagt Klaus Gerken. Klar, nicht zuletzt wegen des Umweltschutzes. „Und es ist die Antriebstechnologie der Zukunft.“ 

mm

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