Kooperation beschlossen

Duales Studium bei Desma und VIT

Der Achimer Maschinenbauer Desma und die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (VIT) in Verden bieten zum Wintersemester 2019/20 die Möglichkeit eines Dualen Studiums in ihren Unternehmen und an der Leibniz-Fachhochschule (FH) in Hannover an. Die Kooperation wurde bei einem Treffen in Achim besiegelt. Auch andere Unternehmen im Landkreis Verden zeigen Interesse daran, Studienplätze zu belegen.

Achim/Verden – „Kein Job mehr ohne IT“, sagt Prof. Dr. Norbert Gülke. Der Mann muss es wissen.

Seit 2010 ist der Informatiker Vizepräsident Lehre des Fachbereichs Technik an der privaten FH. Er kennt die wachsende Not der Betriebe, denen die Fachkräfte ausgehen. „Die Unternehmen suchen wie verrückt.“

Neue Vertriebswege und Möglichkeiten für Schuhe erfordern auch von dem weltweit führenden Hersteller für Schuhproduktionsanlagen Desma eine integrierte Unterstützung der gesamten Liefer- und Vertriebskette. „Dafür benötigen wir hoch spezialisierte Softwareentwickler, die immer schwieriger zu bekommen sind“, so Christian Decker, Geschäftsführer von Desma.

Dr. Reinhard Reents, Geschäftsführer der VIT, eines der weltweit größten Tierzuchtrechenzentren, sieht ebenfalls einen großen Bedarf an Informatikern in der Region. „Als IT-Dienstleister sind wir gefordert, neue Auswertungsmöglichkeit zu großen Datenmengen aus der Genomanalyse und zu Gesundheitsdaten der Tiere zu erschließen. Diese Daten bedürfen im Zugriff eines besonderen Schutzes, und wir benötigen Mitarbeiter, die mit modernen Auswertungsverfahren und IT-Security-Werkzeugen genau diesen Anforderungen erfüllen“, so Reents.

Landrat Peter Bohlmann, Teilnehmer der Veranstaltung in Achim, unterstreicht die Bedeutung für die Region und lobt die Initiative der Hochschule und der hiesigen Industrie.

Bereits zum Wintersemester 2019/20 sollen die ersten Studierenden beginnen. Dabei bietet die FH ihren Partnern aus der Industrie nicht nur die Möglichkeiten, Mitarbeiter über ein Duales Studium zu Wirtschaftsinformatikern auszubilden. Der Fachbereich Technik beinhaltet noch zwei weitere Studiengänge mit entsprechenden Vertiefungsrichtungen: Embedded Automation Design und – neu ab Herbst – IT-Security.

Gemein ist ihnen die Dauer von drei Jahren, der Abschluss mit dem Bachelor und, dass jedes Semester aufgeteilt ist auf je zwölf Wochen in dem jeweiligen Unternehmen und an der FH in Hannover. „Wir unterscheiden das in Hochschul- und Unternehmensphase“, betont Gülke. Soll heißen: An beiden Ausbildungsstätten hätten Theorie und Praxis gleichermaßen ihre Anteile.

So verfüge die FH über eigene und sehr spezielle Labore. Nach einem gewissen Maß an theoretischem Input heiße es „Ran an die Rechner“.

Ein weiteres entscheidendes Merkmal für das Studium an der Leibniz-FH sei das Lernen in kleinen Gruppen mit maximal 30 Studierenden, so Gülke. Im Landkreis Verden wolle man zunächst gerne etwas kleiner beginnen. „Solide in Gang schieben und nachhaltig umsetzen“, formuliert es der Vizepräsident.

Für ihn und die Kollegen beginnt jetzt die Akquise. „Wir werden jetzt unsere Aktivitäten verstärken“, umschreibt Gülke das Angebot an Unternehmen, diese zu besuchen, um das Programm der FH vor Ort vorzustellen. Die Branchen seien „total heterogen“, so Gülken. Sie reichten von Maschinenbau und Verfahrenstechnik über die Softwareentwicklung bis zu Banken, Versicherungen und Kommunen. Und auch diejenigen, die an der Absolvierung eines Dualen Studiums interessiert sind, können sich mit der FH in Verbindung setzen.  kp

Der Kontakt zur Fachhochschule:

Prof. Dr. Norbert Gülke, E-Mail guelke@leibniz-fh.de, Telefon 0511/ 95784-26; Dipl.-Päd.

Tanja Recoullé, E-Mail recoulle@leibniz-fh.de,

Telefon 0511/95784-16,

www.leibniz-fh.de

Rubriklistenbild: © dpa

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