Ausstellung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Achimer Hauptschule

Drama Flucht und Vertreibung

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Dominik Lerdon, Leiter der Liesel-Anspacher-Schule, freut sich, dass die interessante Ausstellung zu dem brandaktuellen Thema Flucht und Vertreibung auch in der Achimer Hauptschule gezeigt wird

Achim - In der Liesel-Anspacher-Schule wurde jetzt eine Ausstellung mit dem Titel „Geflohen, vertrieben – angekommen!? Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert“ eröffnet. Konzipiert und zur Verfügung gestellt wurde die Ausstellung vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Niedersachsen.

In einem Prospekt zur Ausstellung heißt es: „Das Thema Flucht und Vertreibung“ hat in den vergangenen Monaten eine enorme Aktualität erfahren, die noch in einem Jahr nicht vorstellbar gewesen wäre. Tausende Menschen erreichen täglich die Europäische Union: Flüchtlinge und Vertriebene aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten, aber auch aus Afrika und Südosteuropa suchen bei uns Schutz und menschenwürdige Lebensperspektiven.

Die Bilder in den Medien erinnern an die Trecks der Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg: Menschen, die ihre Heimat aus Angst vor Gewalt und Elend verlassen mussten und oft nicht mehr besaßen als sie am Leibe trugen; viele von ihnen hatten ihre Angehörigen verloren oder waren von den Kriegsereignissen traumatisiert. Die Ausstellung lässt sich von den Fragestellungen der gegenwärtigen Problemlagen leiten, wobei die historisch-politischen Hintergründe des Themas den Bezugsrahmen abbilden.

Ziel des historisch geprägten Teils ist es, die Erinnerungen an die Ereignisse der Flucht und Vertreibung der Deutschen von 1933 (zum Beispiel politische Emigranten, deutsche Juden) bis 1945/46 (beispielsweise Schlesier, Ostpreußen) in einer europäischen Perspektive zu beleben. Dabei soll aufgezeigt werden, „wie Mechanismen der Gewaltmigration funktionieren, aber auch, wie die Opfer dort, wo sie ankommen, mit ihrer neuen Situation zurechtgekommen sind“.

Die Ausstellung ist nicht nur interessant für die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule sowie für das Lehrerkollegium, sondern auch für die interessierte Öffentlichkeit, die während der Schulzeit Zugang zur Ausstellung hat, wie Schulleiter Dominik Lerdon betonte. Die Ausstellung dauert bis Ende nächster Woche.

häg

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