Dorothea Blume neue Konrektorin am Gamma

„Klare Ziele gut für leistungsstarke Schüler“

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Die Tricolore – nicht nur Symbol für eines der beiden Unterrichtsfächer von Dr. Dorothea Blume. In Gedichten und Bildern verarbeiten Schüler die Terroranschläge von Paris.

Achim - Neues Schuljahr, neue Gesichter – das gilt oft nicht nur für die neu angemeldeten Schüler, sondern auch für die Lehrkräfte. Das Gymnasium am Markt (Gamma) hat seit kurzem eine neue Konrektorin: Dr. Dorothea Blume. Die Französisch- und Lateinlehrerin, die zuvor am Ratsgymnasium Rotenburg (Wümme) unterrichtete, hat sich in den Schulalltag schon gut eingelebt.

Blume, Jahrgang 1962, stammt aus Paderborn (Westfalen). Nach ihrem Promotionsstudium in Göttingen, das sie in Latein und Französisch abschloss, legte sie im Jahr 1996 ihr Referendariat in Lüneburg ab. Anschließend ging sie als Vertretungslehrerin nach Verden. Am Ratsgymnasium war sie zunächst als Lehrkraft, dann als Koordinatorin für die Mittelstufe tätig. Da ihre 15- und 17-jährigen Söhne dort noch die Schule besuchen, pendelt sie täglich von Rotenburg nach Achim.

Mit einem Kontingent von 16 Stunden als Lehrkraft in Achim ist Blume freigestellt, um sich um schulinterne Aufgaben wie Vertretungspläne zu kümmern. Umgewöhnen musste sie sich nach ihrer Zeit in Rotenburg schon etwas: „Das Raumkonzept ist anders, weil es räumlich begrenzter ist.“ Doch die Vorteile überwiegten: „Es ist eine wunderschöne, mit viel Liebe zum Detail gestaltete Schule. Exzeptionell!“ Am Gamma seien die Dienstwege kurz, die Schüler mit Unterricht gut versorgt und das junge Kollegium begeistert bei der Sache. Der alten Schule bleibt sie freundschaftlich verbunden: Den Schreibtisch ziert ein Abschiedsgeschenk in Form eines „Achim“-Kaffeebechers.

In der Stadt Achim hat sich Dr. Blume noch nicht eingehend umgesehen. Aber dass der Ort etwas zu bieten hat, sei ihr nicht entgangen: „Die Ruderanlage unten an der Weser ist zauberhaft.“ Und mittwochs biete sich ein Gang über den Wochenmarkt an. An der Schule hätten ihr Schulleitung, Kollegium und Schüler ihr einen „sehr guten Anfang“ bereitet.

So fiel es auch leichter, in diesen Tagen die Vertretung in personam zu übernehmen, während Schulleiter Ralph Gronki auf einer Fachtagung weilt. Anlässlich der Terroranschläge in Paris rief Dorothea Blume am Montag über Schullautsprecher eine Schweigeminute aus. „Das ist von den Schülern sehr gut aufgenommen worden“, erzählt sie. Auf einer Stellwand sollen Gedichte und Gedanken der Schüler zu den Ereignissen in Paris gesammelt werden, um alles besser zu verarbeiten. Das Gamma hat zwei Partnerschulen in Frankreich, in der Champagne und (neuerdings) in Paris. 40 Schüler hatten darum erst im Oktober die französische Hauptstadt besucht.

Während neue Schulformen wie die Integrierte Gesamtschule (IGS) aufkommen, behalte das Gymnasium seine Daseinsberechtigung, findet Blume: „Klare Ziele zu haben, tut leistungsstarken Schülern sehr gut. Und es wäre schlimm, wenn durch die Einführung der IGS Gymnasien im ländlichen Bereich abgeschafft würden“, betont sie. Dabei weiß die Konrektorin, wovon sie spricht: Sie hat nach dem Studium als Praktikantin selbst Erfahrungen an einer IGS gesammelt.

ldu

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