Ditzfelds Idee zur Saisoneröffnung

Wohnmobile bald am Freibad?

Achim - Rudolf Lüdtke weiß, wie in den kommenden Monaten seine ganz frühen Tage aussehen werden: „Von 6 bis 7.15 Uhr bin ich zusammen mit den Frühschwimmern im Freibad.“ Von den sportlichen Frühaufstehern gibt derzeit rund 25. Für sie bietet das Freibad nicht nur Gelegenheit, sich gelenkschonend zu bewegen, sondern es ist auch der Ort für gemeinsame monatliche Frühstücke. Schließlich soll die Geselligkeit nicht zu kurz kommen.

Am Samstag wurde die Freibadsaison offiziell von Bürgermeister Rainer Ditzfeld eröffnet. Bei 13 Grad Lufttemperatur - das Wasser war mit knapp 23 Grad deutlich wärmer - und Nieselregen dachten nur wenige an ein kleines Plansch- und Schwimmvergnügen. Nur Unentwegte zogen ihre erste Bahnen.

Ditzfeld bevorzugte einstweilen trockenen Fußes einen Platz am Beckenrad. Doch sein erster Besuch des Freibades als aktiver Schwimmer ist nur eine Frage der Zeit: „Sowie das Wetter wärmer wird, bin ich da.“

Tatsächlich ist der wirtschaftliche Erfolg des Freibades, das ab 2017 und dann innerhalb von vier Jahren renoviert und neu strukturiert werden soll, vor allem abhängig von möglichst vielen schönen Tagen. Für das neue Achimer Freibad, das 2021 fertiggestellt sein soll, gibt es nun einen Maßnahmenkatalog, den die Stadtverwaltung morgen im Sport- und Kulturausschuss vorlegen wird. Der städtische Plan favorisiert ein kinder- und familienfreundliches Bad mit halbierter Schwimmfläche und einer zusätzlichen Wasserspielfläche.

Von einer weiteren Idee berichtete Ditzfeld am Samstag. Danach könnte eine angrenzende Standfläche für Wohnmobile Geld in die Stadtkassen spülen.

Derlei Überlegungen muss Jenny Lüdtke nicht anstellen. Sie war am Eröffnungstag der erste Gast, der ins Schwimmerbecken sprang: „Das wollte ich diesmal unbedingt“, sagte Lüdtke, die in Bremen geboren wurde und in Achim aufwuchs. In den Kindertagen und der Jugendzeit gehörte das Freibad wie selbstverständlich zu ihrem Sommerprogramm. Jenny Lüdtke, Kulturwissenschaftlerin von Beruf und seit mehr als einer Dekade in Paris lebend, war nur wenige Tage auf Besuch bei ihren Eltern. Noch am Wochenende flog sie zurück in die französische Hauptstadt - nicht ohne vorher ein wenig im Achimer Freibad geschwommen zu sein. Damit tat sie es ihrem Vater Rudolf Lüdtke gleich.

häg

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung

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