Stadt bittet Vereine, sich gegenseitig zu helfen

Auch Sporthalle Uphusen wird für Flüchtlinge benötigt

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Die Sporthalle in Uphusen wird für eine größere Anzahl von Flüchtlingen hergerichtet.

Achim - Nach dem Dorfgemeinschaftshaus und der Turnhalle in Embsen wird nun auch die Sporthalle in Uphusen für die Flüchtlingsunterbringung im Achimer Stadtgebiet benötigt. Voraussichtlich von der kommenden Woche an soll dort eine noch unbekannte Anzahl von Menschen eine vorübergehende Bleibe finden, informierte Bürgermeister Rainer Ditzfeld gestern bei einem Pressegespräch im Rathaus.

Vom Landkreis Verden habe er am Montagnachmittag die Nachricht erhalten, dass die Stadt Achim für eine größere Gruppe weiterer Flüchtlinge ein Quartier bereithalten sollte. „Und in unserer Prioritätenliste steht die Halle Uphusen an zweiter Stelle, da dort, wie ja auch in Embsen, kein Schulsport stattfindet.“

Über die aktuelle Entwicklung habe er umgehend den Vorstand des Turnerbundes Uphusen, den Ortsausschuss-Vorsitzenden Herfried Meyer und Ortsbrandmeister René Wahrenberg in Kenntnis gesetzt, berichtete Ditzfeld. Unter Leitung des 2. TBU-Vorsitzenden Marco Bruns hätten die Spartenleiter noch am Montagabend über die Situation und Ausweichmöglichkeiten für die Sportgruppen beraten.

Die Stadt habe unterdessen in einem Schreiben an alle Vorsitzenden der Sportvereine in Achim um Verständnis dafür gebeten, dass zumindest einige Hallen für die nächste Zeit zweckentfremdet werden müssten, und dafür geworben, dass sich die Vereine mit Hallenzeiten gegenseitig aushelfen sollten. „Es ist doch klar, dass jetzt alle zusammenrücken müssen“, sagte Ditzfeld.

Wann wieder der übliche Übungsbetrieb aufgenommen werden kann, sei offen. „Wir hoffen, dass wir spätestens nach den nächsten Sommerferien die Hallen wieder den Sportvereinen zur Verfügung stellen können.“

Von Einwohnern in Embsen, wo heute früh 70 Flüchtlinge aus dem Aufnahmelager in Bramsche eintreffen sollen, habe es nicht nur, wie berichtet, kritische Töne zu den damit verbundenen Einschränkungen für die bisherigen Nutzer der Räumlichkeiten gegeben, sondern auch positive Resonanz. „Mehrere Bürgerinnen und Bürger haben im Bürgerbüro ihre Hilfe für die Neuankömmlinge angeboten“, freute sich der Bürgermeister.

Die Unterkunft ist inzwischen bezugsfertig. Feuerwehrleute aus Embsen und Baden hätten am Montagabend in der Turnhalle zahlreiche Feldbetten und Trennwände aufgestellt, teilte Ditzfeld mit.

Nun stehen die nötigen Vorbereitungen in Uphusen an, um für die Flüchtlinge ein winterfestes Quartier zu schaffen. Die Halle, die dreimal so viel Platz biete wie die in Embsen, wird nach Angaben von Ditzfeld vorgeheizt. Am Freitag wolle der Landkreis Material anliefern und am Sonnabend werde sich die Feuerwehr daran machen, bodenschonende Platten und Folien in der Halle zu verlegen. Die Sportgeräte sollen am Montag zum alten Bierdener Feuerwehrhaus transportiert werden, wo bereits die aus Embsen untergebracht worden seien.

Nähere Einzelheiten können Bürgerinnen und Bürger bei einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 4. November, vor Ort erfahren. Beginn ist um 19 Uhr im Gasthaus Gerken, Uphuser Heerstraße 55.

mm

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