Eric Stellmacher zieht ein positives Fazit seiner durch Corona geprägten ersten Monate im Büz

Der „Neue“ ist angekommen

Hat viele Ideen, die er wegen der Pandemie-Beschränkungen zurzeit aber nicht umsetzen kann: Eric Stellmacher.
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Hat viele Ideen, die er wegen der Pandemie-Beschränkungen zurzeit aber nicht umsetzen kann: Eric Stellmacher.
  • Sandra Bischoff
    vonSandra Bischoff
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Achim – „Wir haben uns hier gut gemeinsam eingegroovt“, sagt Eric Stellmacher. Seit Oktober arbeitet der 33-Jährige im Bürgerzentrum (Büz) im Magdeburger Viertel, seit Januar leitet er die Einrichtung. Die dreimonatige Einarbeitungszeit mit seinem Vorgänger Dirk Ysker sei von hohem Wert gewesen, erzählt der Bremer. „Er hat mir viele Abläufe vermittelt und mich in die Netzwerke eingewiesen. Aber auch die Kollegen haben es mir sehr leicht gemacht, hier anzukommen. Es macht Spaß.“ Zudem sei er ebenfalls schnell mit den Bewohnern des Viertels in Kontakt gekommen. „Vor der Pandemie, als das Büz noch regulär geöffnet war, hatten wir etwa 40 oder 50 Gäste pro Tag. Da lernt man sich schnell kennen.“

Die Umsetzung seiner Ideen musste er wegen Corona erst einmal auf Eis legen. Ein Yoga-Angebot für Frauen plant er, ebenso Projekte für Kinder zum Thema Müll und Umwelt. „Aber im Moment sind das alles noch Luftschlösser“, sagt der gebürtige Wilhelmshavener. Denn niemand wisse, wann das Büz wieder regulär öffnen dürfe. „Wir hoffen, dass sich die Situation stetig verbessert und wir bald Gruppenprojekte wie zum Beispiel das Seniorencafé oder das Lesemaus-Projekt angehen können. Das sind Dinge, die fehlen, und es schmerzt mich sehr.“

Wegen der Planungsunsicherheit haben er und sein Team sich deshalb bereits im Mai entschieden, das für September geplante Stadtteilfrühstück in diesem Jahr ausfallen zu lassen.

Stellmacher bedauert das, denn er möchte gerne viele Bürger aus anderen Stadtteilen ins Magdeburger Viertel locken. „Viele Achimer waren Jahrzehnte nicht mehr hier und wissen gar nicht, was sich alles getan hat.“

Einen richtigen Stillstand gab es in der Einrichtung durch die Pandemie nie, sagt der 33-Jährige. Beratungen habe es zu jeder Zeit gegeben. „Wir haben das telefonisch gemacht oder auch mal mit viel Abstand durchs geöffnete Fenster. Ich bin froh, dass wir so Kontakt halten konnten.“ Nun sind auch wieder persönliche Gespräche nach vorheriger Terminabsprache möglich. Die Bewohner des Viertels hätten die Beschränkungen während des Kontaktverbots gut angenommen. „Der Großteil hat verstanden, dass eine Pandemie gefährlich ist.“  Mittlerweile hat die Fahrradwerkstatt unter bestimmten Hygieneregeln wieder geöffnet. Und den Basketballplatz hat Stellmacher ebenfalls wieder auf Vordermann gebracht und die Linien nachgezogen. „Der wird jetzt wieder rege genutzt“, freut er sich. Neben seinen Kollegen Mehmet Ates und Marianne Staudacher seien es die Ehrenamtlichen, die viele Aufgaben übernähmen. „Viele Projekte wären nicht möglich ohne sie“, ist Stellmacher überzeugt.

Nach gut zehn Monaten zieht der „Neue“ ein positives Fazit. „Ich habe unglaublich viele Leute kennengelernt, man bekommt schnell Kontakt zueinander und schön ist vor allem auch, dass die Menschen hier dankbar für die Arbeit sind, die wir leisten.“

Von Sandra Bischoff

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