FDP erholt sich und die AfD steigt auf

Denkzettel für die großen Parteien in Achim

Gero Hocker , frischgebackener Bundestagsabgeordneter aus Achim.

Achim - Bei der gestrigen Bundestagswahl in Achim haben die beiden großen Parteien, CDU und SPD, einen Denkzettel erhalten und deutlich verloren. Die CDU bleibt aber die Nr.1 und hat ihren Vorsprung vor der SPD noch leicht ausgebaut.

Vor allem ihr Direktkandidat Andreas Mattfeldt hat seine Konkurrentin Christina Jantz-Herrmann mit fast neun Prozent Vorsprung in der größten Stadt des Kreises geschlagen. Die FDP hat sich nach ihrem „Waterloo“ vor vier Jahren mit einem zweistelligen Prozentergebnis gut erholt und rangiert knapp vor der AfD.

Die Wähler waren diesmal in Achim trotz des angeblich langweiligen Wahlkampfes gut motiviert und mobilisiert Mit 78,9 Prozent war die Wahlbeteiligung höher als bei den beiden letzten Bundestagswahlen. Wenn mehr als drei von vier Wählern ihr demokratisches Wahlrecht wahrnehmen, wird man zufrieden sein können. Die Zufriedenheit der Parteien war allerdings unterschiedlich verteilt.

Andreas Mattfeldt (CDU) darf sich als der persönliche Sieger in Achim fühlen. Er bekam 7498 Stimmen, was 39,3 Prozent entspricht. Christina Jantz-Herrmann hat mit 5861 Stimmen und 30,7 Prozent 1637 Stimmen und 8,6 Prozent weniger.

Behrens scheidet aus

Auf Platz 3 bei den Direktkandidaten kommt Jochen Rohrberg, AfD-Mann aus Langwedel, mit 1.657 Stimmen und 8,69 Prozent. Der Achimer Dr. Gero Hocker, zuletzt Landtagsabgeordneter und Generalsekretär der niedersächsischen FDP, folgt ihm mit 1.573 Kreuzchen und 8,25 Prozent.

Herbert Behrens von der Linken brachte 1.053 Bürger und 5,5 Prozent hinter sich. Obwohl er im Bundestag auch als Vorsitzender des Abgasuntersuchungsausschusses Karriere machte und auch nach Meinung Andersdenkender eine eine gute Rolle spielte, haben ihm die Linken keinen sicheren Listenplatz mehr gegeben, er wird aus dem Bundestag ausscheiden.

Monika Geils von den Grünen holte 6,4 Prozent beziehungsweise 1.223 Stimmen.

Auch zwei nicht so ins Links-Rechts-Schema passende Kandidaten traten an:

Ingo Lesch aus Rotenburg für die Freien Wähler . Mit 0,85 Prozent und 162 Stimmen konnte er einen Achtungserfolg verbuchen.

Das kann auch Susanne Hirsch-Sternberg aus Ottersberg. Die Kunsttherapeutin trat als Einzelperson ohne jede Bindung zu einer Partei, Fraktion oder politischen Gruppe an und versammelte 50 Achimerinnen und Achimer beziehungsweise 0,26 Prozent hinter sich.

Bei CDU und SPD blieben die Zweitstimmen wie fast immer hinter den Erststimmen ihrer Kandidaten zurück.

FDP Nummer 3 in Achim

Die CDU liegt in der einst roten Weserstadt mit 34,9 Prozent klar vor der SPD mit 26,6 Prozent, 6657 Stimmen zu 4979 Stimmen.

CDU und SPD haben sechs beziehungsweise sieben Prozent weniger als vor vier Jahren. 2009 noch hatte die SPD nur zwei Prozent hinter der CDU gelegen.

Die FDP ist wieder die Nr. 3 in Achim geworden mit 10.5 Prozent, nachdem sie vor vier Jahren von 12,9 auf 4,2 Prozent abgestürzt war.

Die AfD, die vor vier Jahren noch deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war, folgt mit 9,7 Prozent der FDP in Achim.

Die Grünen halten sich mit 8,7 Prozent in Achim einigermaßen stabil.

Die Linke verzeichnet hier mit 6,4 Prozent ein sie im Westen sicher zufriedenstellendes Ergebnis.

Die Resultate der sonstigen Parteien sind marginal, wobei die Tierschutzpartei und die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und Basidemokratische Initiative immerhin jeweils gut 0,8 Prozent holen.  mb

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